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Die ultimative Traumerinnerung - Druckversion

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Die ultimative Traumerinnerung - ichbinmehr - 07.12.2023

Die ultimative Traumerinnerung

Gelegentlich verfolge ich den Kurs der Astralreisen Academy. Die Lektion über Traumerinnerung hat mich überrascht, da ich dachte, ich wüsste bereits alles über Traumerinnerung. Alles was ich darüber weiß, hatte ich hier mal zusammen gefasst. Nun erkenne ich, dass meine Fähigkeit zur Traumerinnerung noch viel Raum für Verbesserungen bietet! Es scheint möglich zu sein, Luzidität allein durch das Training der Traumerinnerung zu erreichen, ohne zusätzliche Techniken anzuwenden. Marco, einer der beiden Coaches, beschreibt den Weg zur ultimativen Traumerinnerung in verschiedenen Stufen, die ich hier für euch zusammengefasst habe:


Stufe 0 – Keine Traumerinnerung.

Stufe 1 – Gelegentlich erinnere ich mich an meine Träume.

Stufe 2
– Ich kann mich sehr detailliert an meine Träume erinnern.

Stufe 3 – Ich erinnere mich konstant an all meine Träume, und sie erscheinen lebhaft.

Stufe 4 – Nach dem Erwachen aus einem Traum fühlt es sich nicht mehr wie ein Traum an, sondern eher wie das Leben in einer parallelen Realität.

Stufe 5 – Die Grenze zwischen Wach- und Traumzustand verschwindet vollständig, und es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Traum- und Wachrealität.

Stufe 6 – Immer öfter sind meine nächtlichen Phasen luzid.

Stufe 7 – Klarträume und Astralreisen geschehen immer häufiger von selbst, ohne den Einsatz von Techniken.

Stufe 8 – Ich erinnere mich an alle meine Träume aus der Vergangenheit, als hätte ich sie tatsächlich erlebt. Genauso, wie ich mich an alles aus meinem Wachleben erinnern kann, kann ich auch alle Erfahrungen aus meinem Traumleben beschreiben.

Stufe 9 – Ich erinnere mich an Träume, die vor 10 Jahren stattgefunden haben.

Stufe 10 – Ich erinnere mich an frühere Leben.

Stufe 11 – Ich erinnere mich an alle Informationen, die mir als multidimensionales erleuchtetes Wesen zur Verfügung stehen.


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Mein Fazit:

Stufe 1- 3: Obwohl ich in meinen besten Zeiten manchmal bis zu 6-9 Träume pro Nacht erinnert hatte, erkenne ich nun, dass ich noch einen langen Weg vor mir habe, um diese höheren Stufen zu erreichen.

In der Vergangenheit habe ich mich oft darauf konzentriert, nur einen Traum pro Nacht zu erinnern, wenn ich mit meinen bis 6 Träumen pro Nacht überfordert war. Ich habe mir dann den besten Traum herausgesucht. Leider habe ich dadurch oft die Motivation verloren, da es schien, dass es keine Steigerung mehr gab.

Es scheint, nach der Phase der detaillierten Träume, eine Steigerung in Form von lebendigeren Träumen zu geben!

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Stufe 4: Ich habe zwar einige Träume der Kategorie 4 erlebt, aber sie waren bisher selten. Hier ist ein Beispiel für einen solchen Traum, bei dem das Gefühl, in einer anderen Realität zu leben, sehr stark war. Dieser Traum hat mich noch lange beschäftigt, weil ich das Gefühl hatte, tatsächlich dort zu leben. Dieses Gefühl kann ich mir jedoch noch nicht vollständig erklären.

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Stufe 5: In Bezug auf Stufe 5 - die Auflösung zwischen Wach- und Traumzustand empfinde ich eher im Wachbewusstsein. Es fühlt sich bei mir so an, als wäre meine Wachrealität ein Traum, da meine Vorstellung von Beständigkeit und Logik verschwunden sind. Ich erkenne, dass ich die Wachrealität träume. Ich bin der Geist der diese Realität träumt.

Ich vermute, dass dies daran liegt, dass ich im Wachbewusstsein intensiv an meinem Bewusstsein gearbeitet habe. Ich habe daran gearbeitet, meine begrenzten Vorstellungen von Logik zu überwinden. Dennoch betrachte ich meine Träume deshalb noch nicht als die eigentliche Realität, in der ich lebe. Die Schwelle ist sozusagen in eine Richtung durchlässig, aber noch nicht in die andere Richtung!

Um die Auflösung der Wach- Traum - Schwelle in die andere Richtung voranzubringen, muss ich wahrscheinlich in / an der Traumwelt arbeiten. Vielleicht sollte ich daher als nächstes daran arbeiten, die Auflösung der Wach- Traum - Schwelle auch in die andere Richtung zu erfahren?

Ich frage mich, warum ich die Schwelle bei meinem Erwachen nur in eine Richtung durchbrochen habe? Könnte es sein, dass dies notwendig war, um mein rationales Bewusstsein vollständig zu entwickeln, Selbstliebe zu lernen oder mich zu individuieren?

Möglicherweise ging es auch um die letzte Erkenntnis, dass es nichts zu erreichen gibt. Auf dieses Thema werde ich ohnehin in meinem Thread über Ka®li noch weiter eingehen, wenn ich demnächst mal dazu komme.

Wahrscheinlich gibt es Perspektiven, des Erwachens, die man nur im Wachbewusstsein finden kann, und andere Perspektiven, die man nur im Traumbewusstsein finden kann - Siehe Ken Wilber: Entwicklung von Stufen und Zuständen. Ich glaube dass man beide Seiten braucht, um die volle Sicht zu haben.

Über diese Fragen muss ich in Ruhe nachdenken, aber ich denke, es hatte auf jeden Fall eine Funktion für mich, dass die Membran zwischen Wach- und Traumwelt, bisher nur in eine Richtung durchlässig war. 

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Wo ich stehe: Im besten Fall erreiche ich derzeit also Stufe 4 in Bezug auf meine Traumerinnerungsfähigkeiten. Meine Fähigkeit zur Traumerinnerung bricht oft nach einer Weile wieder zusammen und ich falle dann zurück auf Stufe 0, besonders wenn ich gestresst bin.

Wenn ich regelmäßig ein Traumtagebuch führe, bewege ich mich meist zwischen Stufe 2 und 3. Ich dachte immer, meine Traumerinnerung sei sehr gut, aber im Vergleich zu den multidimensionalen Erinnerungsfähigkeiten von Marco und Stephen, sehe ich nun, wo ich derzeit stehe. Diese Erkenntnis ist sehr hilfreich für mich, da sie mir zeigt, woran ich arbeiten muss, um Fortschritte zu erzielen.

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Neue Ziele: Ich glaube, es gibt einen Weg von der detaillierten Traumerinnerung zur lebendigeren Traumerinnerung und schließlich zur luziden Traumerinnerung. Diesen Pfad möchte ich erforschen.

Ich bin in der Vergangenheit ein wenig in der Phase 2 (zu viele Details) verloren gegangen. Jetzt stellt sich für mich die Frage, wie komme ich bei steigender Traumerinnerung vom Fokus auf viele Details zum Fokus auf emotionale Intensität, leuchtende Farben, Energie Gefühle etc.  - alles was eben eine Ausdruck von Lebendigkeit sein könnte?

Diese Stufen erinnern mich ein wenig an Paul Tholeys Definition von Klarheit, die ich nur selten vollständig erreicht habe.

Es motiviert mich, von jemand anderem zu erfahren, was alles möglich ist. Möglichkeiten die außerhalb meiner eigenen Komfortzone liegen motivieren mich immer. Jetzt möchte ich meine Traumerinnerung weiter erforschen, weil ich diese Möglichkeiten kenne.



RE: Die ultimative Traumerinnerung - ichbinmehr - 08.12.2023

Zu viele Details und zu wenig Zeit

Im besagten Kurs wird das Problem angesprochen, dass beim kontinuierlichen Training der Traumerinnerung so viele und detaillierte Träume auftreten können, dass es zu zeitaufwendig sein kann, sie täglich in voller Länger aufzuschreiben. Sie sagen man soll bloß nicht den Fehler machen, und das Aufschreiben an dem Punkt aufzuhören.

Ich selbst bin da manchmal bei 2- 3 Stunden pro Tag angekommen (inkl. Analyse) und das konnte ich nicht täglich aufrecht erhalten. Manchmal habe ich dann das Aufschreiben ausgesetzt, weil ich schlicht überfordert war. Es war einfach zu viel. Manchmal habe ich mir einen einzelnen Traum herausgesucht, auf den ich mich dann fokussiert habe und den Rest der Erinnerung komplett verworfen.

Es wird empfohlen, nicht den Fehler zu begehen, das Aufschreiben an diesem Punkt einzustellen, oder Träume zu verwerfen. Obwohl das trainierte Erinnerungsniveau (wie beim Muskeltraining) für eine gewisse Zeit bestehen bleiben kann, geht die Traumerinnerung durch das Vernachlässigen des Aufschreibens dadurch wieder runter, was sich auch negativ auf Klarträume und Astralreisen auswirken kann, die zum Teil auch nur durch die TE entstehen können. Daher sollte man auch dann, wenn die Erinnerung sehr umfangreich und detailliert wird, weiterhin Notizen machen.

Allerdings kann man die Träume dann in Stichworten oder einem Satz oder Absatz zusammenfassen und nur die Träume komplett im Detail aufschreiben, die man wirklich im Detail bewahren möchte. Es sei jedoch wichtig den Prozess des Erinnerns weiter zu trainieren. So kann man dann an den Tagen, an denen man Zeit und Lust hast, Details aufschreiben, und an den Tagen, an den anderen Tagen fasst man die Träume zusammen.

Persönlich habe ich in der Vergangenheit oft diesen Fehler gemacht und bin an dieser Stelle stecken geblieben. Ich hatte mir eingeredet, dass meine TE ja so gut sei, dass ich mich auch ohne Aufschreiben erinnere. Das ging auch immer eine Weile gut, bis es dann eben nicht mehr gut ging und ich manchmal bis auf Stufe 0 wieder runtergefallen bin.

Ich bin gespannt, wie sich meine Traumerinnerung entwickelt, wenn ich konsequent dabei bleibe und an diesem Punkt nicht aufhöre. Ich bin gespannt ob ich das schaffe, die nächsten Stufen zu erreichen. Also nach der Ebene vieler Details, die Gefühls-Qualität (Lebendigkeit) zu steigern und das Empfinden in einer anderen Realität zuleben.

Dies könnte auch eine Kompromisslösung sein, um während stressiger Phasen die Übung beizubehalten, da ich dazu neige, das Aufschreiben zu vernachlässigen, wenn ich gestresst bin. Möglicherweise kann ich mich sogar in stressigen Zeiten dazu durchringen, zumindest die wesentlichen Informationen festzuhalten, statt dann gar nichts zu schreiben.



RE: Die ultimative Traumerinnerung - glider - 25.06.2024

Zitat:Es wird empfohlen, nicht den Fehler zu begehen, das Aufschreiben an diesem Punkt einzustellen, oder Träume zu verwerfen. Obwohl das trainierte Erinnerungsniveau (wie beim Muskeltraining) für eine gewisse Zeit bestehen bleiben kann, geht die Traumerinnerung durch das Vernachlässigen des Aufschreibens dadurch wieder runter, was sich auch negativ auf Klarträume und Astralreisen auswirken kann, die zum Teil auch nur durch die TE entstehen können. Daher sollte man auch dann, wenn die Erinnerung sehr umfangreich und detailliert wird, weiterhin Notizen machen.

Unterdessen denke ich, dass das tatsächlich einer der Gründe ist, dass ich weniger KTs habe als auch schon  thumbsu
Den letzten TT, den ich in mein Trüb-Traumbuch aufgeschrieben habe, stammt vom 25.4.2024  rotwerd und meine Handschrift ist dazu noch fast unleserlich. Vielleicht müsste ich wirklich wieder regelmässiger Notizen von meinen TTs machen, wenn auch nur Stichwortartig, um meinem UB zu zeigen, dass ich noch Interesse daran habe  lol

Soweit gehen, dass ich die Hilfe einer CHAT GPT App dazu verwende, möchte ich noch nicht. Meine Handschrift ist dem UB wohl näher.


RE: Die ultimative Traumerinnerung - Likeplacid - 28.06.2024

Der Beitrag #49  ist ziemlich interessant in dem Zusammenhang

https://www.klartraumforum.de/forum/showthread.php?tid=3527&page=4


RE: Die ultimative Traumerinnerung - Likeplacid - 28.06.2024

Das ist eine ziemlich interessantes Ideal zu meinen, man solle sich an Träume erinnern, die man jemals gehabt hat. Ich finde es auch ziemlich unrealistisch. Da ist die Enttäuschung und das Versagen vorprogrammiert. Man sollte im allgemeinen nicht nach unerreichbaren Dingen streben. Man kann danach streben zum Mars zu fliegen und ihn zu kolonisieren, und selbst das ist schon gewagt. Wer zu den Sternen fliegen will, der ist ein Spinner. Er wird irgendwo zugrunde gehen auf dem Weg dorthin. Die Sterne sind einfach zu weit weg. In gewisser Weise sind die Träume, die man früher hatte auch zu weit weg. Vielleicht ist die Erinnerung daran irgendwo noch gespeichert, in der Akasha-Chronik oder auf der "Festplatte Gehirn". Aber die Erinnerung an Träume, an die man sich bewusst NICHT mehr erinnert ist vermutlich derart kodiert und verschlüsselt, dass man da in der Regel nicht mehr dran kommt, außer vielleicht im Rahmen einer Psychotherapie. Und dann sind es auch immer nur ein einzelner Traum, an den man dran kommt, und der dann weiter analysiert wird, wie im Fall des Wolfsmann (der Wolfsmann war ein Patient von S. Freud; siehe seinen Text "Aus der Geschichte einer infantilen Neurose")


RE: Die ultimative Traumerinnerung - Hans Alfson - 28.06.2024

Hallo Steffi,

ich habe mir erlaubt, deine aus dem Kurs der Astralreisen Academy zusammengefasste Stufenliste meinen persönlichen Erfahrungen und meiner Überzeugung entsprechend abzuändern und in eine andere Reihenfolge zu bringen.

Stufe 0 – Keine Traumerinnerung.

Stufe 1 – Gelegentlich erinnere ich mich an meine Träume.

Stufe 3 – Ich erinnere mich häufig (konstant) an (all) viele meiner Träume, und sie erscheinen mir lebhaft.

Stufe 2 – Ich kann mich oft (sehr) detailliert an einige meiner Träume erinnern.

Stufe 6 – Immer öfter sind einige meiner Träume (nächtlichen Phasen) luzid.

Stufe 7 – Klarträume (und Astralreisen) geschehen immer häufiger von selbst, ohne den Einsatz von Techniken.

Stufe 4 – Nach dem Erwachen aus einem luziden Traum fühlt es sich manchmal nicht mehr wie ein Traum an, sondern eher wie das Erleben (in) einer parallelen Realität.

Bis hier her gehe ich mit. Aber die nächste Stufe ist in meinen Augen sehr kritisch. Es sei denn, man ist ein Kleinkind oder ein sehr alter Mensch dessen Ende naht.

Stufe 5 – Die Grenze zwischen Wach- und Traumzustand verschwindet vollständig, und es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Traum- und Wachrealität.

Und ab hier bin ich komplett draußen! Bauernfängeralarm!

Stufe 8 – Ich erinnere mich an alle meine Träume aus der Vergangenheit, als hätte ich sie tatsächlich erlebt. Genauso, wie ich mich an alles aus meinem Wachleben erinnern kann, kann ich auch alle Erfahrungen aus meinem Traumleben beschreiben.

Stufe 9 – Ich erinnere mich an Träume, die vor 10 Jahren stattgefunden haben.

Stufe 10 – Ich erinnere mich an frühere Leben.

Stufe 11 – Ich erinnere mich an alle Informationen, die mir als multidimensionales erleuchtetes Wesen zur Verfügung stehen.

LG
Hans



RE: Die ultimative Traumerinnerung - DeadlyDalek - 28.06.2024

(28.06.2024, 18:55)Likeplacid schrieb: Man sollte im allgemeinen nicht nach unerreichbaren Dingen streben.

Seh ich genauso, jedoch ist es individuell unterschiedlich, wie unerreichbar ein Ziel ist. Sich an längst vergangene Träume zu erinnern, scheint für mich persönlich unerreichbar, da ich mich, wenn überhaupt, nur an einen Traum pro Tag erinnern kann. Und manchmal auch nicht sehr detailliert. Der Sprung von Stufe 2 auf Stufe 8 wäre also immens.

Aber vielleicht geht es auch eher darum, Zwischenziele zu erreichen und nach Erreichen seiner Ziele nach Höherem zu streben. Wenn man es also nach und nach auf Stufe 7 schafft, ist Stufe 8 nur noch einen Katzensprung entfernt

Zitat:man kann danach streben zum Mars zu fliegen und ihn zu kolonisieren, und selbst das ist schon gewagt.

Das ist eigentlich ein gutes Beispiel. Im Jahre 1800 bspw. war dieser Gedanke mehr als nur gewagt. Es war für Menschen damals komplett unmöglich bzw. unvorstellbar. Je mehr Fortschritte die Menschheit in der Technologie macht, umso näher rückt das Ziel - kleine Schritte führen zum Ziel.

Aus diesem Grund sehe ich da nicht notwendigerweise Enttäuschung und Versagen vorprogrammiert, je nachdem wie man mit der eigenen Zielsetzung umgeht und inwieweit man bereit ist, die eigenen Grenzen zu akzeptieren (nicht jeder kann das erreichen, was andere erreichen können).

Liebe Grüße 
DeadlyDalek


RE: Die ultimative Traumerinnerung - ichbinmehr - 30.06.2024

Es gibt Menschen, für die gerade die "nahezu unerreichbaren Ziele" eine spannende Herausforderung darstellen. Manche haben diese Ziele tatsächlich erreicht. Diese Traumerinnerungs Liste basiert auf dem Astralreisekurs, der von Marco Huemer geleitet wird, der sein ganzes Leben dem Thema Astralreisen gewidmet hat und seine persönlichen Erfahrungen in dem Kurs zusammengefasst hat. Ich empfinde Marco in dieser Hinsicht als sehr authentisch. Er verfolgt jedoch mehr einen sehr intuitiven eher sprituell orientierten Weg, der vielleicht nicht jedem Menschen so zugänglich ist.

Ich halte es für einen entscheidenden Punkt, mit welcher Hingabe man etwas verfolgt. Nur wenn man sich einer Sache mit voller Hingabe widmet und auch bereit ist, Opfer zu bringen, kann man überhaupt darüber sprechen, was letztlich möglich ist und was nicht. Ich denke Marco ist so jemand, der sein ganzes Leben diesem Thema gewidmet hat und der vielleicht besondere Umstände in dieses Leben mitgemacht hat, um das zu verwirklichen, und um ein Lehrer auf diesem Gebiet zu sein.

Die zweite Frage ist, was einem wichtiger ist: nicht enttäuscht zu werden oder grenzenlos zu denken? Ich denke lieber absolut grenzenlos, auch wenn ich persönlich vielleicht nicht alle meine mir gesteckten Ziele erreichen kann, die ich mir setze. Dann ist es doch manchmal eben der Versuch der zählt, der dann vielleicht wo anders hin führt.

Ich denke, man sollte sich immer hohe Ziele setzten, zumindest dann wenn das ein Herzensangelegenheit ist, aber eben nicht daran verzagen, wenn man ein Ziel nicht erreicht oder wo ganz anders landet als vorgesehen. Das ist so als ob man einem kleinen Kind sagt, du kannst alles erreichen was dir dir nur vorstellen kannst und lass dir von keinem was anderes erzählen.

Realistische Ziele sind ja schon eine Begrenzung an sich. Realistische Ziele sind Ziele, die das Ziel haben, Sicherheit zu generieren. Das muss ja auch nicht schlecht sein, aber realistische Ziele dienen eben nicht dazu die eigenen Grenzen zu sprengen oder die Grenzen der Realität zu erforschen. Man muss sein Bedürfnis nach Sicherheit zurück stellen können. Man muss sich vorstellen können, dass jenseits der gewohnten Denk - Grenzen noch mehr möglich ist. Und man muss sich auch vorstellen können, dass man selbst die Fähigkeit besitzt, dieser Grenze nahe zu kommen oder sie gar als erster Mensch zu überschreiten. Dazu muss man ein wenig verrückt sein.

Es ist mir lieber, ein kleiner Fisch in einem unendlich großen grenzenlosen Ozean zu sein, als ein großer Fisch in einem begrenzten Aquarium. Meine eigene Grenzen kann ich vielleicht eines Tages durch harte Arbeit an mir selbst überwinden, und selbst wenn mir das nicht gelingt, weil mir vielleicht die nötigen Voraussetzungen fehlen, kann ich wenigstens diejenigen Menschen bewundern, die es geschafft haben, ihre Grenzen zu überwinden. Ich würde niemals behaupten, dass etwas unmöglich ist, und ich würde niemandem seine Errungenschaften absprechen, nur weil ich selbst nicht in der Lage bin, sie nachzuvollziehen.

Zitat:Hans sagt: Bis hier her gehe ich mit. Aber die nächste Stufe ist in meinen Augen sehr kritisch. Es sei denn, man ist ein Kleinkind oder ein sehr alter Mensch dessen Ende naht.

Stufe 5 – Die Grenze zwischen Wach- und Traumzustand verschwindet vollständig, und es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Traum- und Wachrealität.

Das Zusammenfallen von Wach- und Traumrealität stellt auch eine Qualität der Erleuchtung dar. Die übrigen Stufen sind ebenfalls eine Folge davon.

Deshalb sagte Jesus: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, dann kommet ihr nicht ins Himmelreich.“

Ebenso wird oft gesagt, dass Erleuchtung als ein "Sterben zu Lebzeiten" bezeichnet wird.

Im Sterben stirbt eben auch die Idee, dass es eine Trennung zwischen der Wach-  und Traumrealität gibt. Diese werden ja nur durch unser Denken und unser Ego auseinander gehalten.

Dieser Gedanke passt zu unserem Austausch in meinem Traumtagebuch. Rationalität und Intuition sind letztlich zwei Seiten derselben Medaille, und einem Zustand der Verbindung können neue Arten von Erinnerungen entstehen, die weit über die normalen Erinnerungsfähigkeiten des Wachbewusstseins hinausgehen können.

Wenn du zum Beispiel übst, dich an Situationen aus deiner Kindheit zu erinnern, werden dir immer mehr solcher Situationen einfallen. Wenn du denkst, dass du dich nicht an die vorsprachliche Zeit deiner Kindheit erinnern kannst, dann wirst du dort auch keine Erinnerungen finden. Wenn du dich jedoch regelmäßig um solche Erinnerungen bemühst, werden sie kommen.

Du kannst dich sogar an deine Geburt erinnern. Da gibt es etwas, was das alles beobachtet hat. An dieser Stelle ist es relativ leicht, nochmal einen Schritt weiter zu gehen sich an ein anderes Leben zu erinnern. Wenn du jedoch nicht an frühere Leben glaubst, ist das fast unmöglich. Dann verhinderst du diese Möglichkeit ja mit deinem Glauben. Du musst es zumindest für möglich halten und neugierig auf alles sein, was in dir dazu auftauchen könnte.

Viele Menschen die sprituell erwachen, erinnern sich plötzlich an andere Leben. Und bei manchen löst das auch eine Intensivierung des Traumerlebens aus. Manche sagen, dass sind keine normalen Träume mehr, sondern paralleile Leben die sie nachts leben. Dieses erleben auch Menschen, die sich nie mit Traumarbeit beschäftigt haben, die aber auf einem anderen Selbsterkenntnisweg so einen Durchbruch ins höhere Selbst erfahren haben.

Kennst du den Film "Lucy"? Da gibt es eine Szene, in der sie sich an die Entstehungsgeschichte der Menschheit erinnert. Wenn wir keine Menschen, sondern Bewusstsein sind, das den Menschen nur träumt, dann ist alles möglich. Dann sind alle Grenzen nur geträumt, weil alles ein Traum ist. Wenn wir Bewusstsein sind, dann haben wir auch das gesamte Wissen in uns. Wir müssen nur nach Innen schauen, uns also Er-Innern.

Stell dir vor, du hättest Zugang zum gesamten Unbewussten – nicht nur zu deinem eigenen Ich bezogenen Unbewussten, sondern auch zum kollektiven Unbewussten der gesamten Menschheit, ja der gesamten Existenz. Solche Bewusstseinszustände die kann man spontan erfahren, mit DMT zum Beispiel und scheinbar auch durch Traumerinnerung systematisch trainieren, wie Marco es erlebt hat. Marco ist ein sehr spritueller Mensch der da wahrscheinlich auch keine einschränkenden Glaubenssätze im Weg stehen hatte.

Wie gesagt, ich denke es ist immer eine Sache mit viel viel Hingabe sich jemand einem solchen Ziel verschreibt und welche Voraussetzungen er/sie mitbringt, um erfolgreich zu sein. Vielleicht würfelt Gott auch, wer ganz besondere Erfahrungen machen darf. Aber Einstein meinte ja Gott würfelt nicht. Also haben wir es vielleicht doch selbst in der Hand. Tja wink1




RE: Die ultimative Traumerinnerung - DeadlyDalek - 01.07.2024

Ich stimme vielem zu, was ichbinmehr schreibt. Wenn wir nicht versuchen die Grenzen zu überschreiten, können wir auch keine (bis auf ein paar Ausnahmen) neue Erfahrungen machen. Daher sehe ich es bspw. auch eher kritisch, wenn Leute sagen, sie vertrauen nur darauf, was die Wissenschaft sagt. Würden alle Menschen so denken, wären wir heute nicht da wo wir sind, weil keiner etwas Neues gewagt hätte. Und auch heute sind wir nicht allwissend und es gibt noch viel mehr zu erforschen.

Andererseits muss man auch neue Erfahrungen stets kritisch hinterfragen, insbesondere dann, wenn sie rein subjektiv sind und sich objektiv nicht messen lassen.

ichbinmehr schrieb:Stell dir vor, du hättest Zugang zum gesamten Unbewussten – nicht nur zu deinem eigenen Ich bezogenen Unbewussten, sondern auch zum kollektiven Unbewussten der gesamten Menschheit, ja der gesamten Existenz. Solche Bewusstseinszustände die kann man spontan erfahren, mit DMT zum Beispiel und scheinbar auch durch Traumerinnerung systematisch trainieren, wie Marco es erlebt hat. Marco ist ein sehr spritueller Mensch der da wahrscheinlich auch keine einschränkenden Glaubenssätze im Weg stehen hatte. 

Die Frage hier ist, kann man wirklich auf das gesamte Unbewusste zugreifen oder gaukelt mein Gehirn mir vielleicht nur etwas vor? Um wieder auf die Traumerinnerungs-Thematik zurück zu kommen: Sind die Erinnerungen, die man erlebt, wenn man sich an Träume aus seiner Vergangenheit erinnert, tatsächlich reale Erinnerungen, oder gaukelt mein Gehirn mir vielleicht nur etwas vor? Die reine Subjektivität ist leider ein Problem an der ganzen Sache. Man ist leicht dazu geneigt das zu glauben, was man selbst erlebt, aber das eigene Gehirn ist nicht frei von Fehlern (s. Erinnerungsverfälschung). Deshalb sollte man, wie gesagt, auch eigene Erfahrungen kritisch hinterfragen und versuchen einen Weg zu finden, sie, wenn möglich, auch aus einer objektiven Seite zu erleben bzw. Beweise für das erlebte zu finden. Leider ist das mit den heutigen verfügbaren Methoden meist nicht möglich. Daher bleibt es erstmal Spekulation, ob man sich tatsächlich wieder an längst vergangene Träume erinnern kann, selbst wenn man es vermeintlich selbst erlebt hat.

Liebe Grüße
DeadlyDalek


RE: Die ultimative Traumerinnerung - Hans Alfson - 01.07.2024

(30.06.2024, 23:38)ichbinmehr schrieb: .... Aber Einstein meinte ja Gott würfelt nicht. Also haben wir es vielleicht doch selbst in der Hand. Tja wink1
"Gott würfelt nicht, Gott ist der Würfel!" big Das wollte ich schon immer mal sagen. Danke für die Steilvorlage. biggrin


RE: Die ultimative Traumerinnerung - hörnix - 01.07.2024

Und wer würfelt?


RE: Die ultimative Traumerinnerung - Hans Alfson - 01.07.2024

(01.07.2024, 12:43)hörnix schrieb: Und wer würfelt?
Natürlich das Universum!


RE: Die ultimative Traumerinnerung - Hans Alfson - 01.07.2024

(30.06.2024, 23:38)ichbinmehr schrieb: .....
Zitat:Hans sagt: Bis hier her gehe ich mit. Aber die nächste Stufe ist in meinen Augen sehr kritisch. Es sei denn, man ist ein Kleinkind oder ein sehr alter Mensch dessen Ende naht.

Stufe 5 – Die Grenze zwischen Wach- und Traumzustand verschwindet vollständig, und es gibt keinen Unterschied mehr zwischen Traum- und Wachrealität.

Das Zusammenfallen von Wach- und Traumrealität stellt auch eine Qualität der Erleuchtung dar. .....
Ich sehe es als sehr gefährlich an, wenn sich die W-Realität mit einer andern x-beliebigen Realität überschneidet und ich nicht mehr erkennen kann, was ist das eine und was das andere.
Besonders wenn das große flauschige Kuscheltier, auf das ich gerade vor Freude strahlend zu laufe, sich als ein wirklicher Bus in der W-Realität erweist. big


RE: Die ultimative Traumerinnerung - ichbinmehr - 03.07.2024

Zitat:DeadlyDalek sagt: Die Frage hier ist, kann man wirklich auf das gesamte Unbewusste zugreifen oder gaukelt mein Gehirn mir vielleicht nur etwas vor?

Gute Frage!

Zitat:DeadlyDalek sagt: Die reine Subjektivität ist leider ein Problem an der ganzen Sache. Man ist leicht dazu geneigt, das zu glauben, was man selbst erlebt, aber das eigene Gehirn ist nicht frei von Fehlern (s. Erinnerungsverfälschung). Deshalb sollte man, wie gesagt, auch eigene Erfahrungen kritisch hinterfragen und versuchen, einen Weg zu finden, sie, wenn möglich, auch aus einer objektiven Seite zu erleben bzw. Beweise für das Erlebte zu finden.

Auf einer gewissen Ebene hast du Recht.

Diese Skepsis gegenüber der eigenen Wahrnehmung ist wichtig, um eine kritische Distanz zu wahren. Es ist jedoch auch zu berücksichtigen, dass Subjektivität nicht per se weniger wertvoll ist, sondern dass sie einen anderen Blickwinkel auf die Realität bietet.

Ich glaube außerem, dass sich Realität auf verschiedenen Ebenen bewegt.

Um das zu verstehen, bieten Stufenmodelle wie z.B. die Integrale Theorie eine gute Erklärung. Auf einer höheren spirituellen Ebene kann die Trennung zwischen Subjekt und Objekt aufgehoben werden, was zu einer nondualen Erfahrung führt. Die ist Realität multidimensional denn unterschiedliche Ebenen beinhalten unterschiedliche Wahrheiten. Was auf der einen Ebene absolut richtig ist, nämlich eine subjektive Erfahrung von einer objektiven Beobachtung zu trennen, kann auf einer höheren Ebene eine Stagnation bedeuten. Es kommt darauf an, auf welcher Ebene wir uns bewegen.

Und wenn wir über das Zusammenschmelzen von Wach- und Traumrealität sprechen, dann müssen wir auf einer sehr hohen spirituellen Ebene sprechen.

Ich glaube, dass auf einer bestimmten Ebene eine Unterscheidung zwischen Subjekt und Objekt notwendig ist. Aber auf einer sehr hohen spirituellen Bewusstseinsebene können Subjekt und Objekt nondual miteinander verschmelzen. An diesem Punkt erübrigt sich die Frage, ob es sich um einen subjektiven oder objektiven Eindruck handelt. Die Wahrnehmung der Trennung löst sich auf.

Ich spreche jetzt aus einer spirituellen Perspektive, in der man die Erkenntnis haben kann, dass sich die Subjekt-Objekt-Spaltung auflösen kann. Diese Auflösung erzeugt dann auch den Träumer (oder Gott, jedenfalls den, der würfelt oder kreiert), weil Phantasie und Realität hier nicht mehr getrennt sind. Die Idee, dass Phantasie und echte Realität zwei verschiedene Dinge sind, löst sich hier auf. Genau das ist Nondualität.

Für Menschen die in einem getrennten Bewusstsein leben, bleibt die Unterscheidung zwischen Subjektiv und Objektiv weiterhin bestehen, weil sie sich ausschließlich auf die rationale Ebene der physisch-materiellen Realität beziehen. Dort hat die Trennung ihre Berechtigung. Aber wenn du eine Ebene höher gehst, ist dort wieder alles anders. Die unteren Ebene werden holistisch (umschließen, umfassend) in die oberen Ebene eingeschlossen.

Bei der "Ultimativen Traumerinnerung" geht es darum, einen spirituellen Weg zu vervollkommnen, der auch beinhaltet, die Subjekt-Objekt-Spaltung aufzulösen. Das ist ein nondualer Bewusstseinszustand, ein sehr hoher spiritueller Zustand.

Ich argumentiere hier also aus einer nondualen Perspektive heraus, weil ich das persönliche Ziel habe, die Trennung in meinem Bewusstsein weiter aufzulösen und mein spirituelles Erwachen zu vertiefen. Nicht nur intellektuell, sondern auch im konkreten Erleben.

Ich verstehe sehr gut, dass das aus einer rein rationalen und wissenschaftlichen Perspektive, die Wert auf die Trennung von Subjektivität und Objektivität legt, wie völliger Nonsens erscheinen mag. Aber das Ziel des spirituellen Erwachens ist eben ein anderes als die Ziele, die wir auf der Ebene der Wissenschaft haben.

Die Kabbalisten sprechen im Bezug auf das kritische Denken von zwei verschiedenen Pfaden. Sie sprechen von dem Schwert, das unterscheidet, und dem Schwert, das wieder verbindet.

Das Schwert der Unterscheidung lehrt uns, zu unterscheiden, zu differenzieren, ganz genau hinzuschauen, in immer kleinere Bereiche vorzudringen, Atome, Quanten, Quarks, Higgs,... Es handelt sich um ein Schwert, das trennt. Subjekt und Objekt sind hier verschieden. Auf dieser Ebene gilt man als bewusst, wenn man Fähig ist zu trennen.

Das Schwert, das verbindet, erzeugt einen Bewusstseinszustand der Einheit. Subjekt und Objekt werden hier wieder eins. Hier geht es darum, ein Meta-Bewusstsein zu erlangen. Auf dieser Ebene gilt man als bewusst, wenn man die Einheit aller Erscheinungen sieht.

Auf einer nächst höheren Stufe, wenn man die Leerheit aller Erscheinungen sieht. Da ist Verbundenheit auch noch eine Erscheinung im Traum. Aber das ist wie ide Zusatzahl im Lotto.

Jedenfalls sind das zwei völlig entgegengesetzte Bewegungen. Das sind total unterschiedliche Wege.

Während wir mit dem Schwert der Unterscheidung üben, sehr genau zu unterscheiden, was die Unterschiede zwischen einem subjektiven Erlebnis und einer objektiven Beobachtung sind, führt uns das verbindende Schwert zu einer Einheitserfahrung, in der sich die Unterschiede auflösen, bis dahin dass der jenige der unterscheidet leer wird.

Das Ziel des spirituellen Erwachens besteht oft darin, die Trennung zwischen Subjekt und Objekt aufzulösen und eine Einheitserfahrung zu erreichen. Diese nonduale Perspektive, wie sie im Advaita Vedanta beschrieben wird, sieht die Dualitäten von Wach- und Traumzustand als Illusion. In diesem Bewusstseinszustand kann die Wahrnehmung der Realität transzendiert werden, und die Gegensätze lösen sich auf.

Im Advaita Vedanta wird Brahman als die einzige und absolute Realität angesehen. Brahman ist ein zentraler Begriff in der indischen Philosophie und Religion, insbesondere im Hinduismus.

Es bezeichnet das höchste, unmanifestierte und unendliche Prinzip, das als die endgültige Realität des Universums angesehen wird. Brahman ist das allgegenwärtige, unendliche und unveränderliche Prinzip, das allem zugrunde liegt. Es ist die Essenz von allem, was existiert, und transzendiert alle begrenzten Formen und Erscheinungen. Brahman ist sozusagen der Ur-Grund.

Oft wird sogar gesagt dass diese Urgrund noch jenseits des Wahrnehmbaren liegt. Brahman ist unpersönlich und jenseits aller dualistischen Vorstellungen wie gut und böse, männlich und weiblich, Licht und Dunkelheit. Es ist eine Einheit, die alle Gegensätze in sich auflöst.

Und Wachen und Träumen, sind Gegensätze innerhalb unseres menschlichen Bewusstsseins. Aus der Sicht von Brahman jedoch, heben sich die Gegensätze von Wachen und Träumen auf, weil eben alles als Erscheinung, als Ullusion erkannt wird. Das bedeutet, dass aus spritueller Sicht die scheinbare Trennung zwischen Subjekt und Objekt letztlich illusionär ist.

Und das kann man konkret erfahren, wenn man zulassen kann, dass die beiden Bewusstseinsebenen Traumbewusstsein und Wachbewusstsein unterschiedslos ineinander übergehen.

Im Kleinen kennen wir das alle, zb. währed der WILD oder SSILD Übung, oder während des Klartraums, diese Überschneidung kann aber noch viel ausgeprägter erlebt werden.




RE: Die ultimative Traumerinnerung - ichbinmehr - 03.07.2024

Zitat:Hans sagt: Ich sehe es als sehr gefährlich an, wenn sich die W-Realität mit einer anderen x-beliebigen Realität überschneidet und ich nicht mehr erkennen kann, was das eine und was das andere ist.

Guter Punkt, Hans!

Die Gefährlichkeit nimmt jedoch mit dem Grad an Achtsamkeit und Liebesfähigkeit ab.

Wenn die Vermischung der Realitäten noch als gefährlich empfunden wird, fehlen möglicherweise noch wichtige Soft Skills in dieser Richtung.

Wer achtsam und mit Liebe im Moment lebt, entwickelt ein feineres Gespür für die Unterschiede zwischen den Realitäten. Diese Fähigkeiten helfen dabei, bewusst zwischen verschiedenen Wahrnehmungen zu unterscheiden und potenzielle Gefahren (Selbst- und Fremdgefährdung) zu erkennen.

Zusätzlich spielt die emotionale Intelligenz eine wichtige Rolle. Menschen, die ihre eigenen Emotionen und die anderer besser verstehen und regulieren können, sind weniger anfällig für Verwirrung und Missverständnisse zwischen verschiedenen Realitäten. Diese gefährlichen Verwirrungen entstehen oft aus unaufgearbeiteten inneren Konflikten und einem fehlenden Abstand zu den Erscheinungen.

Unaufgearbeitete innere Konflikte können problematisch sein, weil sie die Wahrnehmung und Interpretation der Realität verzerren. Wenn Menschen ihre inneren Konflikte nicht bewusst wahrnehmen und bearbeiten, können diese Konflikte unbewusst ihr Verhalten und ihre Emotionen beeinflussen. Dies kann zu Fehlinterpretationen der äußeren Welt führen und die Wahrscheinlichkeit von Missverständnissen als auch sprituellem Missbrauch erhöhen.

Ein fehlender Abstand zu den Erscheinungen bedeutet, dass man zu sehr in seine unmittelbaren Erlebnisse und Emotionen verstrickt ist, ohne eine objektive Perspektive einnehmen zu können. Diese Verstrickung kann dazu führen, dass man nicht in der Lage ist, Situationen klar und rational zu beurteilen.

Ein gewisser Abstand ermöglicht es, Emotionen und Ereignisse aus einer neutraleren Perspektive zu betrachten, was zu besseren Entscheidungen und weniger Missverständnissen führt.

Um diese Gefahren zu mindern, können sowohl psychologische Einsicht als auch Meditation hilfreich sein. Durch Therapien oder Selbstreflexion können Menschen lernen, ihre inneren Konflikte zu identifizieren und zu bearbeiten, was zu einer klareren Wahrnehmung und einem besseren Umgang mit Emotionen führt.

Meditation, insbesondere Achtsamkeitsmeditation, trainiert den Beobachter in uns. Durch regelmäßige Meditation lernen wir, unsere Gedanken und Emotionen aus einer distanzierten Perspektive zu beobachten, ohne sofort auf sie zu reagieren. Es gib dann einen Raum zwischen Reiz und Reaktion, der immer weiter wird und in dem immer mehr Gelassenheit entsteht. Diese Praxis kann helfen, einen inneren Abstand zu den möglicherweise verwirrenden Erscheinungen zu schaffen, wodurch wir weniger von unseren unmittelbaren Emotionen überwältigt werden und klarer und ruhiger auf Herausforderungen reagieren können.

Mit zunehmender Selbsterkenntnis und innerer Stärke wächst auch die Fähigkeit, in verschiedenen Realitäten sicher und bewusst zu navigieren. Genau das übe ich auch noch. Ich stehe da wirklich noch am Anfang.

Manchmal gibt es auch eine Diskrepanz zwischen konkreter Erfahrung und konzeptionellem Wissen. Wenn der äußere Rahmen von Wissen fehlt, können Erfahrungen überwältigend sein, weil sie ohne das konzeptionelle Wissen nicht integriert werden können. Das war damals auch mein Problem. Ich habe mich mittels meiner mystischen Erfahrungen in Bereiche hineingewagt, über die ich vorher nicht ausreichend konzeptionell aufgeklärt war.

Ich persönlich hatte lange massive Probleme im Zustand der Vermischung, solange ich nicht achtsam und liebevoll genug mit mir selbst umgehen konnte. Bei mir war eher die Selbstgefährdung problematisch, weil ich traumabedingt keinen Schutz erfahren hatte. Ich wusste nicht wie ich mich vor Überforderungen schützen kann. Dieses musste ich dann lernen und ich lernte es vor allem, deshalb weil die Tore zur Traumwelt weit offen waren. Als ich das gelernt hatte, gab es seitdem kein größeren Problem mehr, wenn sich die beiden Welten mal vermischen.

Ich vermische die Welten aber auch nur so weit, wie ich das gut handhaben und integrieren kann und nicht über meine Verhältnisse hinaus. Ich beachte meine persönlichen Grenzen. 

Im Gegenteil, die Vermischung der Realitäten, das sind seitdem ich liebevoll mit mir umgehe, dann immer sehr erhebende Momente, Gotteserfahrungen sozusagen - Samadhi-Erfahrungen, die mein Selbst- und Weltbild immer wieder transformieren und häufig sehr erlösende und bewustsseinserweiternde Einsichten mitbringen.

Wenn man das Gefühl hat, dass das in irgendeiner Weise gefährlich ist, dann weil man (zu Recht) spürt, dass man dazu noch nicht genug vorbereitet ist!

Vor allem kann die erste Durchbruchserfahrung in ein Einheitsbewusstsein sehr intensiv, überfordernd und verstörend sein. Es gibt aber auch Menschen, für die ist das eine Erfahrung in absoluter Glückseeligkeit. Es wir ganz unterschiedlich erfahren. Es gibt sehr verschiedene Einheitszustände und es kommt eben drauf auf auf welchen Boden diese Erfahrung fällt.

Es ist quasi eine Initiation in einen neuen Bewusstseinszustand, und möglicherweise macht es Sinn, sich sehr gut darauf vorzubereiten, viel darüber zu lesen und vor allem auch die nötigen Achtsamkeitstechniken zu trainieren, bevor man die Pforten öffnet.

Die Übung die ich damals gemacht habe "Kundalini Tantra" sagten mir sogar "mache das bloß nicht ohne einen Lehrer". Nur hatte ich eben keinen Lehrer zur Verfügung, der mich begleiten konnte. Der einzige Kundalini Tantra Lehrer den ich in Deutschland auftreiben konnte, konnte mit meinen kritischen Fragen  nichts anfangen. Den hatte das irgenwie getriggert. Alles an mir hatte ihn getriggert. Und ich fühlte mich berufen diesen Weg zu gehen. Ich habe die Warnung dann in den Wind geschlagen. Ich wusste nicht was ich sonst machen sollte. Ich fühlte einen Sog, zu diesen Übungen. Also habe ich es alleine versucht, weil ich keinen anderen Weg hatte und bin auf die Nase gefallen. Im Fallen haben sich dann meine ganzen Baustellen offenbart, die ich dann bearbeiten musste. Damals war das dramatisch, aber im nachhinein war das alles richtig so.

Mir hat es einmal sehr geholfen zu hören, dass selbst Menschen, die in einem buddistischen Kloster aufgewachsen sind und sich ihr ganzes Leben lang auf diesen einen Moment der Befreiung vorbereitet haben, diese Verwirrung als genauso erschreckend beschrieben haben, wie ich es erfahren habe. Ich hingegen habe es fast ohne Vorbereitung versucht, mit einer kindlichen Naivität, und ohne Begleitung, sprichwörtlich bin ich mit dem Kopf durch die Wand gerannt. Daher ist dein Gefühl von Gefahr absolut berechtigt! Das bedeutet jedoch nicht, dass es unmöglich ist. Man braucht aber eine ganz bestimmte Motivation, die einen über diese magische Grenze treibt. Bei mir war das Leid, die Begeisterung für die Grenzenlosigkeit die ich selbst bin und die unbändige Neugierde eines Kindes.

Ich werde nie den Text mit dem "blauen Pfannkuchen" vergessen, den ich bei Chögyam Trungpa gefunden habe.

Zitat:Er schreibt: „Maha Ati ist das letzte Stadium des tantrischen Pfades, und beschreibt das Erleben völliger Offenheit. Es ist so, als wären wir gerade dabei, etwas alltägliches zu erschaffen, und plötzlich wird der ganze Himmel zu einem riesigen Pfannkuchen und fällt uns auf den Kopf.

Eine neue Dimension der Überraschung ist aufgetaucht, die wir bislang niemals für möglich gehalten hätten, die wir nie erwartet hätten. Wir hätten nie gedacht, dass uns der Himmel auf den Kopf fallen kann. Der Himmel verwandelt sich in einen blauen Pfannkuchen und fällt uns auf den Kopf – niemand glaubt so etwas. Aber in der Maha-Ati Erfahrung geschieht das tatsächlich.

Das ist eine neue Dimension des Schocks, eine neue Dimension der Logik.

Es ist so als rechneten wir verzweifelt an einer Mathematikaufgabe in unserem Schulheft herum, und plötzlich dämmert uns ein völlig neuer Ansatz, der unser gewohntes Denken zum Stillstand kommen lässt.

Wenn uns der riesige Pfannkuchen auf den Kopf fällt, fällt er allen auf den Kopf. Du kannst noch nicht mal zu deinem Nachbarn laufen und sagen: „Mir ist ein Pfannkuchen auf den Kopf gefallen. Was soll ich tun?“

Du kannst nirgendwohin ausweichen.

Es ist ein kosmischer Pfannkuchen, der überall auf die gesamte Oberfläche der Erde fällt. Du kannst nicht fliehen – das ist der springende Punkt.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass ihr nicht begreift was ich sage.“

Vgl. Chögyam Trungpa, Weltliche Erleuchtung, 2009

Genau so habe ich es auch erlebt. Und dann galt es, damit klarzukommen und zu realisieren, dass ich in den äußeren Erscheinungen keine vollständige Erlösung finden werde, sondern nur durch mich selbst – durch das Praktizieren von liebevoller Achtsamkeit gegenüber mir selbst. Das hat mich aus der Verwirrung gerettet und meine Welt wieder stabilisiert. Aber das war auch ein schwieriger Weg, denn ich kam aus einer Persönlichkeit, die nicht viel Achtsamkeit erfahren hatte. Nicht umsonst praktizieren die Buddhisten liebevolle Achtsamkeit. Das ist eine sehr gute Übung um in höhere Bewusstseinzustände einzutreten, denn wenn du zum Schöpfer deiner realität wirst, dann machen sich solche Übungen oder inneren Haltungen erst richtig bemerkbar.

Es gibt viele Menschen, die jahrelang eine spirituelle Krise erleben, wenn sie diesen Punkt berühren. Und das passiert eben manchen auch unabsichtlich, ohne dass sie es fossieren. Ein sehr bekanntes Beispiel ist Suzanne Segal. Diese Frau hatte lediglich an einem normalen Mediationskurs teilgenommen und dann ist es passiert. Völlig Unvorbereitet. Die Mediationslehrer konnten ihr nicht helfen. Die waren selbst nicht an dem Punkt. Die hatten auch keine Ahnung. Sie war zehn Jahre lang völlig alleine damit. Von der ganzen Welt verlassen. Sie hatte das nichts fossiert. Das ist auch der Grund weshalb ich hier immer wieder so progressiv über Sprituelle Krisen spreche, weil das wirklich jedem passiert kann. Auch durch Klarträumen kann das plötzlich passieren. Ich kenne einen, der hat nur im Traum auf seine Hand um einen RC zu machen, und es ist passiert. Ich kenne einen der bei den ist es durch Gateway passiert.

Suzanne Segal hatte ca 10 Jahre lang eine quälende Todesangst, mit der sie ganz alleine war, bis sie an den Punkt kam, sich sich selbst zuwenden zu können. Die hat auch im Außen keine Hilfe gefunden. Der Umstand, dass man niemanden im Außen findet, liegt darin begründet, dass man sich selbst zuwenden soll. Man soll seinen Blick, der noch nach außen auf die Erscheinungen gerichtet ist, nach innen richten, auf das Selbst und lernen, liebevoll mit sich selbst umzugehen. Dann hört die Krise auf, denn Liebe ist eine äußerst gute Orientierung in einer völlig offenen und freien Welt. Du brauchst in diesem Zustand, indem die Welten Verschmelzen eine innere Orientierung, in der du Halt findest.

Wenn du in einen Zustand eintrittst, in dem sich Traum- und Wachbewusstsein vermischen, gibt es keine feste Welt mehr. Die Wahrnehmung von Innen aus Außen fallen dann zusammen. Die Wachwelt wird zum Traum. Die Idee einer konstaten materiellen Welt löst sich auf. Es existiert dann nur noch das, was du selbst aus deinem Geist erschaffst. Da sollte man einen möglichst positiven Geist haben.

Wenn du nicht liebevoll mit dir selbst umgehst, erzeugst du eine chaotische Realität, die dich an dir selbst leiden lässt. Das meine ich mit Softskills: Du musst fähig sein, deine Welt zu stabilisieren und gut für dich zu sorgen. Du brauchst eine stabile und liebevolle Persönlichkeit, um die Realität stabil zu halten, wenn die äußere Stabilität wegfällt. Du bist plötzlich Gott und musst selbst für Stabilität und Güte sorgen.

Es handelt sich ja, wie gesagt, um hoch spirituelle Bewusstseinszustände und es braucht ja nicht umsonst viele Jahre, Jahrzehnte oder sogar viele Leben (wie die Buddhisten es zum Teil lehren), um das zu verwirklichen und zu integrieren. Es hat mich irgendwie dort hin gezogen, bevor ich wirklich reif war dafür. Deshalb habe ich auch so eine lange Integrations- und Aufarbeitsungsphase gebraucht.

Respekt vor diesem Schritt ist deshalb tatsächlich gut! Es ist aber eben auch so, dass manche Menschen innerlich spüren, dass sie genau das erfahren müssen, weil sie aus tiefsten Herzen dazu berufen sind, genau das zu erfahren. Weil es ihr Herzenswunsch ist. Bei mir ist das so. Ich habe mich immer gefühlt wie ein Außeridischer, der nicht hier her in diese phyisch - materielle Welt gehört. Ichbinmehr als mein physischer Körper.

Und es hat, wie ich denke, auch etwas mit dem Grad des Leidens eines Wesens zu tun. Wer in seinem Leben sehr stark leidet und keinen Ausweg innerhalb der physisch-materiellen Welt findet, hat manchmal nur noch die Option, die Matrix mit Anlauf zu zerreißen.

Besser ist es jedoch, sich auf das nonduale Verschmelzen von Wach- und Traumbewusstsein sehr gut vorzubereiten. Dazu gehört entsprechende Literatur, zum Beispiel aus dem Bereich Buddhismus und Advaita, und vielleicht auch das Aufsuchen eines Lehrers, der einem die entsprechenden Übungen zeigt. So ist man wirklich darauf vorbereitet und hat jemanden, an den man sich wenden kann, wenn man völlig verwirrt ist.

Oder aber man geht ganz vorsichtig vor, in vielen kleinen Schritten. Das ist heute mein Weg geworden, weil ich begriffen habe, dass es nicht schneller geht, wenn ich mich überfordere. Ich habe auch keinen Lehrer gefunden der spezialisiert ist auf dieses Ziel, zumindest keinen, mit dem es menschlich harmonisch zu ging.

Für viele Spirituelle sind sprituelle Zustände ein Hindernis auf dem Weg zur Erleuchtung, und deshalb gibt es kaum jemanden der das lehrt. Möglicherweise passiert es, aber das ist dann für die meisten ein Nebeneffekt, dem sie möglichst keine große Beachtung schenken, um nicht anzuhaften.

Ich glaube aber, dass ich irgendwie dazu berufen bin, diesen Bereich, wo sich Wachen und Träumen vermischen und wo ich mich als Träumer (Gott) meiner Realität erfahre, zu erforschen. Deshalb sind all die Punkte, die Marco hier genannt, hat für mich äußerst spannend! Wenn er sagt, dass er das so erfahren hat und da stabil hindurchgehen konnte, dann finde ich das sehr beeindruckend.

Vor allem zeigt es, dass man scheinbar auf jedem Weg spirituelles Erwachen erfahren kann, sogar mittels Traumerinnerungstraining. Man muss also gar nicht Klarträumen oder Meditieren um zu erwachen, man kann zb. auch einfach nur sehr gut in Traumerinnerung werden, um sich an sein Höheres Selbst zu erinnern. Erinnern = nach Innen schauen.