RE: externe Meditation / Vipassana / Achtsamkeitsmeditation
29.06.2012, 21:38
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 29.06.2012, 22:02 von Yakhini.)
LutziderTräumer, ich freue mich sehr über deine Erfahrung!
Stimme Rhetor und RCempfohlen voll und ganz zu!
Ich habe Anfangs, früher, auch geglaubt, Meditation sei ein "in sich versenken". Aber, wie bereits geschrieben, existieren wir ja nicht abgekapselt von dem, was um uns herum ist bzw. geschieht, und ich glaube es ist auch nicht förderlich dieses Abkapseln zu kultivieren.
Übrigens wird man in den allerwenigsten Anleitungen zur Meditation die Aufforderung finden, seine Augen geschlossen zu halten

(und jene, die das empfehlen, kommen meistens aus der esoterischen/mystischen "Ecke"). I.d.R. wird bei der Sitzmeditation empfohlen, den Blick nur etwas zu senken, also mit halboffenen Augen nichts bestimmtes zu fixieren.
Gebt mir nen Stupser, wenn ich zu belehrend schreibe ... das ist nicht meine Absicht, sondern soll nur ein Angebot aus meinem Erfahrungsschatz sein, sich das rauszupicken, was ihr selbst vielleicht nützlich findet - oder auch nicht.
Da ich nicht gut sitzen kann/konnte habe ich eine ganze Weile ähnlich(!) praktiziert, wie es Dreamweaver in ihrem Workshop schreibt. Im Alltag einfach mal die Filter, die man sonst so im Kopf hat, fallen lassen, und sich der Phänomene (seien sie innerlich, oder äußerlich, das ist egal) gewahr werden, ohne sie zu werten. Das kann anfangs recht anstrengend sein, wie TheRiddler ja beschreibt, aber nach etwas Übung ist es ebenso, wie Kodo Sawaki über Zazen schreibt:
"Da ist nur unbegrenzte Weite, die unbegrenzte Weite praktiziert.". Das kann ich, kannst du, in der Sitzmeditation genauso erreichen, wie beim Verrichten der Alltäglichkeiten.
Man kann schon sehr viel mit ganz simpler Achtsamkeit erreichen.
Zu Beginn meiner Praxis habe ich auch das Putzen als Meditation und Achtsamkeitsübung benutzt. Unglaublich, was einem dabei alles auffällt ... die Insekten zum Beispiel, die ich sonst immer unachtsam mit aufgewischt habe!! Und irgendwann ist man Eins mit dem was man tut und mit sich und der Umgebung....herrlich wenn der Geist ruht!
Um das zu vermitteln, was ich Euch eigentlich vermitteln will, mit meinen vielen Worten, worum es in der buddhistischen Meditation meines Erachtens wohl gehen mag, empfehle ich an dieser Stelle einfach die Betrachtung der
10 Ochsenbilder. Achtsamkeit und Meditation, wie ich sie verstanden habe, sind schlicht Werkzeuge, um den (Affen)Geist (zu analysieren und dann) zu "beruhigen", denn der erzeugt Leiden.
zu guter Letzt noch Bahiya Sutta (sehr kurz und verständlich, die Worte des Erwachten!
)
edit & p.s.:
Habe lange nicht mehr "richtig" praktiziert, also meine Anstrengung hat einige Zeit ganz schön nachgelassen. Allerdings bin ich damals auf das Klartraumforum gestossen, eben
weil ich durch die buddh. Praxis mehrere Klarträume hatte .... habe daran in
meinem ersten Post vor Kurzem angeknüpft.
Ich danke Euch für Eure Inspirationen und Hilfen!