RE: Buddhismus und Selbsterkenntnis
Hallo ichbinmehr,
Ja die perfekte äußere Form im Zen finde auch ich teilweise befremdlich. Denn auf der einen Seite gibt sie Ordnung in der Praxis aber auf der anderen Seite weiß ich nicht warum ich mich vor einer Buddha Statue niederwerfen oder das Hanya Shinyo (Herz Sutra) auf japanisch rezitieren soll. Ok, auf deutsch klingt es auch einfach „grausig“, man möge mir diese Aussage verzeihen.
Diese äußere Form hat u.a. dazu geführt das ich Zen nicht mehr in einer Sangha (Gemeinschaft von Praktizierenden) praktiziere. Oder wie Loriot es formulierte, ich will einfach nur sitzen.
Die Beschäftigung mit den linksseitigen Pfaden, auch wenn ich sie bisher nie so genannt habe, halte ich für wichtig und ich würde mich gerne mit dir darüber austauschen. Die Authentizität und wie man damit umgeht spielt auch in meinem Leben eine Rolle.
Ich halte die gewaltfreie Kommunikation nicht für eine Technik die etwas überschreibt sondern für eine Kommunikation die versucht sich und den anderen respektvoll zu begegnen. Es geht, meiner Meinung nach doch eher um Achtsamkeit in der Sprache, das würde ich nicht als Technik die „überschreibt“ bezeichnen. (Übrigens, ich habe mich damit zwar beschäftigt aber GfK praktizieren ist dann nochmal was anderes)
Aber zurück zum Zen, hier bin ich komplett anderer Ansicht. Im Zen gibt es meiner Auffassung nach kein Links und kein Rechts, keine Lichtgestalten, keine Dunkelheit. Und wenn du nur lange genug auf einen Raben schaust wirst du feststellen das es keinen Raben gibt.
Ja es gibt andere Wege, und sicher ist keiner besser oder schlechter, denn in meinem Zen gibt es auch das nicht, kein Richtig und kein Falsch. Zen bringt auch keinen Frieden und man integriert nichts, man implementiert nichts und es gibt keine Erleuchtung, kein Satori.
Kurz, Zen ist für nichts gut! (Klingt das seltsam?)
Der Weg den ich gehe lautet „Sit down and shut up“
(Es gibt ein Zen Buch mit diesem Titel, ich habe es nie gelesen, sollte ich mal machen. Aber der Titel hat mir klar gemacht was Zen für mich ist.)
Ich würde mich nicht als jemand bezeichnen der sich mit Zen auskennt, zumindest da würden wahrscheinlich viele Zen Praktizierende zustimmen. Aber ich denke es ist klar das ich nur aus meiner Perspektive erzähle.
Wäre ja noch schöner.
Und um hier auch eine andere Perspektive zu geben, Dinge zu hinterfragen, sei noch die Web Seite des Antaiji Zen Klosters genannt, Texte von Zen „Meister“ Kodo Sawaki: Zen ist die größte Lüge aller Zeiten. (Findet man über die Suchmaschine seiner Wahl)
Ich empfehle und verweise ungern auf Schriften Dritter denn dann müssen sich die Leser ja erst mal durch die ganzen Texte wuseln um mir anschließend zu sagen das ich falsch liege. Und überhaupt, nicht alle Texte entsprechen meiner Meinung. Aber sie regen zum Hinterfragen an, was ich bevorzuge, denn ich möchte keine Lösungen.
Abseits aller Praxis, die ja nur sitzen ist, halte ich den Austausch mit Dir und anderen für sehr wichtig, Zen bedeutet Veränderung und ich freu mich auf viele gute Gespräche und Perspektiven.
Übrigens, wenn der Schüler immer falsch liegt obwohl er alles richtig macht und der Meister etwas völlig unerwartetes tut, so das dann jedem ein Licht aufgeht (oder sich fragt, was soll das jetzt
?) dann ist es meist Zen
Die haben schon was übrig für dramatische Auftritte, die Zen Meister
Die Geschichte ist voll mit solchen Geschichten
Ja die perfekte äußere Form im Zen finde auch ich teilweise befremdlich. Denn auf der einen Seite gibt sie Ordnung in der Praxis aber auf der anderen Seite weiß ich nicht warum ich mich vor einer Buddha Statue niederwerfen oder das Hanya Shinyo (Herz Sutra) auf japanisch rezitieren soll. Ok, auf deutsch klingt es auch einfach „grausig“, man möge mir diese Aussage verzeihen.
Diese äußere Form hat u.a. dazu geführt das ich Zen nicht mehr in einer Sangha (Gemeinschaft von Praktizierenden) praktiziere. Oder wie Loriot es formulierte, ich will einfach nur sitzen.

Die Beschäftigung mit den linksseitigen Pfaden, auch wenn ich sie bisher nie so genannt habe, halte ich für wichtig und ich würde mich gerne mit dir darüber austauschen. Die Authentizität und wie man damit umgeht spielt auch in meinem Leben eine Rolle.
Ich halte die gewaltfreie Kommunikation nicht für eine Technik die etwas überschreibt sondern für eine Kommunikation die versucht sich und den anderen respektvoll zu begegnen. Es geht, meiner Meinung nach doch eher um Achtsamkeit in der Sprache, das würde ich nicht als Technik die „überschreibt“ bezeichnen. (Übrigens, ich habe mich damit zwar beschäftigt aber GfK praktizieren ist dann nochmal was anderes)
Aber zurück zum Zen, hier bin ich komplett anderer Ansicht. Im Zen gibt es meiner Auffassung nach kein Links und kein Rechts, keine Lichtgestalten, keine Dunkelheit. Und wenn du nur lange genug auf einen Raben schaust wirst du feststellen das es keinen Raben gibt.
Ja es gibt andere Wege, und sicher ist keiner besser oder schlechter, denn in meinem Zen gibt es auch das nicht, kein Richtig und kein Falsch. Zen bringt auch keinen Frieden und man integriert nichts, man implementiert nichts und es gibt keine Erleuchtung, kein Satori.
Kurz, Zen ist für nichts gut! (Klingt das seltsam?)
Der Weg den ich gehe lautet „Sit down and shut up“
(Es gibt ein Zen Buch mit diesem Titel, ich habe es nie gelesen, sollte ich mal machen. Aber der Titel hat mir klar gemacht was Zen für mich ist.)
Ich würde mich nicht als jemand bezeichnen der sich mit Zen auskennt, zumindest da würden wahrscheinlich viele Zen Praktizierende zustimmen. Aber ich denke es ist klar das ich nur aus meiner Perspektive erzähle.
Wäre ja noch schöner.

Und um hier auch eine andere Perspektive zu geben, Dinge zu hinterfragen, sei noch die Web Seite des Antaiji Zen Klosters genannt, Texte von Zen „Meister“ Kodo Sawaki: Zen ist die größte Lüge aller Zeiten. (Findet man über die Suchmaschine seiner Wahl)
Ich empfehle und verweise ungern auf Schriften Dritter denn dann müssen sich die Leser ja erst mal durch die ganzen Texte wuseln um mir anschließend zu sagen das ich falsch liege. Und überhaupt, nicht alle Texte entsprechen meiner Meinung. Aber sie regen zum Hinterfragen an, was ich bevorzuge, denn ich möchte keine Lösungen.
Abseits aller Praxis, die ja nur sitzen ist, halte ich den Austausch mit Dir und anderen für sehr wichtig, Zen bedeutet Veränderung und ich freu mich auf viele gute Gespräche und Perspektiven.
Übrigens, wenn der Schüler immer falsch liegt obwohl er alles richtig macht und der Meister etwas völlig unerwartetes tut, so das dann jedem ein Licht aufgeht (oder sich fragt, was soll das jetzt




„Ein Ding zu werden, bedeutet ein Ding zu kennen.“
„Seine Form einzunehmen heißt, zu beginnen, seine Existenz zu begreifen.“
Zitat aus Star Trek, Deep Space 9, S06E04 "Behind The Lines"
„Seine Form einzunehmen heißt, zu beginnen, seine Existenz zu begreifen.“
Zitat aus Star Trek, Deep Space 9, S06E04 "Behind The Lines"