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Exerimente mit Glaubenssätzen

Exerimente mit Glaubenssätzen
#1
15.05.2024, 20:38 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.05.2024, 20:38 von ichbinmehr.)
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Glaubenssätze als Wahrnehmungsfilter

Der amerikanische Autor Robert Anton Wilson prägte einmal den Satz: „Was immer der innere Denker denkt, wird der innere Beweisführer beweisen.“

Sobald sich ein Glaubenssatz im Bewusstsein verankert hat, fungiert er als Wahrnehmungsfilter. Das bedeutet, dass alle Erfahrungen, die diesen Glaubenssatz zu bestätigen scheinen, intensiver wahrgenommen werden.

Erfahrungen, die ihm widersprechen, werden hingegen ausgeblendet oder verzerrt wahrgenommen. Auf diese Weise sind wir den Filtern unseres eigenen Bewusstseins unterworfen.

Du betrachtest die Welt also ständig durch einen Filter, der die Realität verzerrt. Schon der Entwicklungsbackground eines jeden Kindes, das in unserer Gesellschaft aufwächst, reicht aus, um eine Vielzahl von Wahrnehmungsfiltern und irreführenden Programmen zu etablieren, auf deren Basis wir dann weitere fehlerhafte Überzeugungen entwickeln.

Du erfährst die Welt durch die Filter Deiner eigenen Biografie und Deiner Prägungen. Wir neigen dazu, immer wieder in denselben alten Denkmustern zu verharren und drehen uns dabei im Kreis.

Deshalb kann sich unsere Sicht auf die Welt verändern, wenn wir beispielsweise durch Trauma- und Glaubenssatzarbeit an unseren Überzeugungen arbeiten.

Ein unbehandeltes Trauma schränkt das Weltbild ein und beeinflusst, wie wir unsere Umgebung wahrnehmen und interpretieren.

Meist reicht es nicht aus, nur die Gedanken zu hinterfragen, obwohl dies einen wichtigen ersten Schritt darstellt. Wir müssen auch die Emotionen, die mit dem Glaubenssatz entstanden und oft verdrängt wurden, ins Bewusstsein rufen, sie zu Ende fühlen und integrieren.

Denn unbewusste Emotionen sind der Klebstoff, an dem sich Glaubenssätze und unsere Ego´s festhalten.

Indem wir diese emotionalen Verbindungen aufarbeiten, können wir die Glaubenssätze effektiver lösen, und vom Ego lösen und tiefgreifende Veränderungen in unserer Wahrnehmung und unserem Verhalten bewirken.


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RE: Exerimente mit Glaubenssätzen
#2
15.05.2024, 20:57
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Praktische Arbeit mit Glaubenssätzen

Wenn wir neue Erfahrungen machen wollen, müssen wir bereit sein, neue Glaubenssätze zu akzeptieren. Das mag logisch klingen, doch oft sträubt sich unser Ego dagegen, da es Energie spart, an alten Gedanken festzuhalten.

Neues wird häufig zunächst abgelehnt, begleitet von Gegenargumenten wie: „Das kann doch nicht so einfach sein.“

Es gibt verschiedene Ansätze, um mit Glaubenssätzen zu arbeiten. Ein Weg ist das bewusste Wahrnehmen und Auflösen der eigenen Filter, was oft einen tiefgehenden Auseinandersetzungsprozess mit persönlichen Traumata einschließt.

Für manche Menschen kann dieser Weg jedoch zu beängstigend oder undurchführbar erscheinen. Dieser Prozess erstreckt sich häufig über viele Jahre und benötigt häufig eine Führung durch Fachpersonen und einer Psychotherapie, bei der du gezielt begleitet wirst, dir deine Programme Schritt für Schritt bewusst zu machen und zu verändern.

Eine alternative Methode ist der Einsatz eines Tricks, der es ermöglicht, die Filter und limitierenden Glaubenssätze zu umgehen.

Eine einfache Technik dafür ist der "AS IF FRAME", auch bekannt als das „Tue-so-als-ob“-Spiel aus dem Modell des NLP (Neuro-Linguistisches Programmieren). Wir programmieren uns einfach um.

Diese Methode basiert auf der Fähigkeit zur Simulation, dem Denken und Handeln, als ob bestimmte Zustände bereits eingetreten oder wahr wären.

Diese Technik greift auf die Philosophie von Hans Vaihinger zurück, der die „Einbildungskraft“ des Menschen betont. Menschen entwerfen fortwährend unbewusst Modelle der Welt und handeln, als ob diese Modelle wahr wären.

Viele Techniken des NLP nutzen diese Fähigkeit zur direkten Aktivierung von Ressourcen, zum Beispiel durch das Aktivieren von Referenzerfahrungen.

Dabei stellen sich Menschen vor, sie befänden sich bereits in der gewünschten Erfahrung, was die Realisierung dieser Zustände begünstigen kann.


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RE: Exerimente mit Glaubenssätzen
#3
15.05.2024, 21:20 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.05.2024, 21:36 von ichbinmehr.)
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Spielanleitung (Selbstexperiment) „Tue so als ob“ (AS IF FRAME)

Hier ist eine Übung, mit der du selbst experimentieren kannst:

Spiele Tue-so-als-ob du für alles, was dir widerfährt, dankbar bist und erforsche was passiert.

Du musst dieses Spiel konsequent spielen, indem du wiederholt den Gedanken denkst, dass du für alles, was dir passiert, dankbar bist.

Manchmal hilft es einen Sinn zu erfinden, warum das was dir geschieht höchsten Sinn ergibt oder gerade jetzt perfekt ist. Dabei ist ein bisschen Kreativität gefragt.

Je engagierter du spielst, je klarer du den Gedanken der Dankbarkeit halten kannst, desto deutlicher wird sich deine Wahrnehmung der Realität verändern.

Es kann hilfreich sein, Notizen darüber zu machen, wie lange du spielen musst, bis du eine merkliche Energieerhöhung und Veränderungen in deiner Umgebung feststellen kannst.

Ich habe oft erlebt, wie sich meine visuelle Wahrnehmung durch das „Tue so als ob“-Spiel verändert. Meine Umgebung begann dadurch zu leuchten. Nach etwas 20-30 Minuten haben sich intensive Synchronizitäten eingestellt.

Spiele so lange, bis du einen emotional ergreifenden Moment der Dankbarkeit erlebst und kehre dann zur Alltagsrealität zurück, um die Erfahrung zu integrieren und dich in deinem Ego zu erden.

Sei wieder das Ego, dass nicht für alles dankbar sein kann und will. Lasse seine inneren Widerstände, die du durch das Spiel umgangen hast wieder zu, sei wieder du selbst.

Jedes Spiel, das du innerhalb der dualen Wahrnehmung spielst und das deine Energie erhöht, erreicht irgendwann einen Kipppunkt.

Im Unterschied zur langwierigen und komplexen Traumaarbeit umgehst du mit dem AS IF FRAME dein Ego nur, löst aber deine Traumata nicht nachhaltig auf.

Diese Technik gleicht im Prinzip einem bewussten Bypassing.

Du kannst dein Ego damit nicht auflösen, aber du kannst mal erfahren wie es ist, eine Erfahrung jenseits deines Egos zu machen.

In der Dualität von Licht und Schatten kann ein intensives Streben nach Licht dich unweigerlich auch in den Schattenbereich führen.

Es gibt einen Moment in diesem Spiel, an dem du in den Schatten rutschen kannst, was für psychisch instabile Menschen gefährlich sein kann.

Manchmal wenn man so eine Erfahrung der Weite erlebt hat, ist es schwer freiwillig in das kleine enge Ego zurück zu kehren.

Für eine nachhaltige Erfahrung jedoch müssen Glaubenssätze auch emotional aufgelöst werden und das beinhaltet meistens eine therapeutische Auseinandersetzung.

Der AS IF FRAME kann lediglich eine Referenzerfahrung bieten, ist aber keine Lösung für zugrundeliegende Traumata.

Spirituelle Techniken erwähnen oft nicht, dass nach einer Phase des Aufstiegs auch eine Phase des Abstiegs erforderlich ist, in der eine Integration ins Ich-Bewusstsein stattfindet.

Letztendlich bilden Auf- und Abstieg einen zyklischen Prozess, der sich wie ein Kreislauf vollzieht.

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Noch ein Spiel: Tue so als, ob alles was du erlebst einen höheren positiven Sinn hat.


Finde eine Bedeutung dieses höheren positiven Sinns, für die unbedeutenden Momente des Lebens, bis du mit staunenden Augen auf diese Situationen schauen kannst.

Erlebe den harmonischen Einklang mit dem Kosmos, und kehre dann zurück in dein Ego und erde dich.

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Ein drittes Spiel:  Computer Spiel

Stell dir vor, du bist in einem Adventure-Computerspiel und betrachtest die Welt durch die Augen deiner Spielfigur.

Erforsche deine Umgebung mit neugierigen Augen und setze dir ein positives Spielziel.

Zum Beispiel: „Ich gewinne das Spiel, wenn ich drei Schätze in meiner Umgebung gefunden habe.“
Beginne dann, aktiv nach diesen „Schätzen“ zu suchen.

Bitte denke daran, das Spiel bewusst zu beenden und rechtzeitig in deine gewohnte Welt zurückzukehren.

Stell dir vor, wie du schrittweise in deine alltägliche Realität zurückfindest.

Spiele diese Art von Spiele nicht, wenn du dich in einer psychischen Dysbalance befindest, und achte darauf, dass du jederzeit sicher in deine alte Realität zurückkehren kannst.

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Ein viertes Spiel: Tue so als ob du träumst.

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Ein fünftes Spiel: Denke dir selbst etwas aus.

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Hinweise:

    Der AS IF FRAME ermöglicht es dir, Erfahrungen jenseits deines Egos zu machen, ohne dabei tiefgreifende Traumata aufzulösen. Es ist wie ein spiritueller Bypass, der eine intensive, aber vorübergehende Erfahrung bietet.

    Achte auf den Kipppunkt in diesem Spiel: das Streben nach Licht kann dich unweigerlich auch in dunklere Bereiche führen. Dieser Zustand, beschrieben als „Numinos“, ist sowohl furchteinflößend als auch faszinierend.

Vorsicht!:

    Psychisch instabile Personen sollten vorsichtig sein, da ein intensives Erleben der „anderen Seite“ herausfordernd sein kann. Es ist wichtig, bewusst zu deinem normalen Bewusstseinszustand zurückzukehren.

Übersteigere das Spiel nicht!

Solche Spiele können äußerst kraftvoll sein, wenn sie mit voller Hingabe gespielt werden.

Um so mehr Hingabe du in das Spiel gibst, um so stärker ist die Bewusstseinsverschiebung die dadurch erfahren werden kann.

Achte auf deine Grenzen!

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Hüte dich davor solche Spiele mit negativen Glaubenssätzen zu spielen! Das kann wirklich zu albtraumhaften Horror Erfahrungen führen.

Es sei denn, dass du dieses experimentell erfahren möchtest.

Im Grunde ist das genau das, was Menschen tun, die an negative Verschwörungstheorien glauben. Nur tun sie das unbewusst.

Experimentelle Erfahrungen mit Glaubenssätzen können uns helfen, uns unserer Überzeugungen bewusster zu werden und sie gezielter zu steuern.

Sie können uns helfen zu verstehen, wie Glaubenssätze unsere Realität beeinflussen.

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Allerdings ersetzt die Arbeit mit Glaubenssätzen nicht die notwendige Auseinandersetzung mit Traumata und Emotionen. Ohne eine emotionale Auflösung dieser tieferen Probleme riskieren wir, schnell wieder in unsere alten Muster zurückzufallen.

Es ist vergleichbar mit einem Gummiband, das uns wieder in unser gewohntes Ego Bewusstsein zurückzieht, selbst wenn wir es kurzzeitig durch verschiedene Techniken überwinden konnten, fallen wir wieder zurück.

Du kannst mit diesem AS IF FRAME auch eine sprituelle Erleuchtungs- Erfahrung machen. Eine Refererenzerfahrung sozusagen.

Die Natur hat es jedoch so eingerichtet, dass wir nach jeder lichten Erfahrung wieder auf die Erde zurückkehren sollen. Die Erleuchtung ist nicht im Himmel. Erleuchtung ist die Vereinigung von Himmel und Erde. Daher gibt es diesen Wendepunkt:

Wenn du ganz oben auf dem Gipfel bist, holt dich der Schatten ein und wirft dich zu Boden. Er wirft dich auf die Erde zurück. Wenn du sehr weit oben ist, fällst du tief. Bitte bedenke das. Aber Tue was du willst.

Reinhold Messner hat wahrscheinlich auch viel geübt, bevor er zum ersten Mal einen der 8000 Meter hohen Berge erklommen hat.

Mit dieser Technik kannst du innerhalb von wenigen Minuten deine Energie deutlich steigern und dein Ego umgehen. Wenn du deine Schattenarbeit und Traumaarbeit gemacht hast, dann ist diese Technik eine wirklich gute Technik, um die Energie zu erhöhen und andere Realitäten zu erleben.

Es hängt auch von der Fähigkeit der Hingabe ab, wie intensiv diese Technik wirkt.
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RE: Exerimente mit Glaubenssätzen
#4
15.05.2024, 21:46
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Meme und ihre Wirkung auf unser Bewusstsein

Im folgenden Mitschnitt aus den 90ern, der an der technischen Universität in München aufgezeichnet wurde, spricht Vera Birkenbihl über entwicklungsfördernde Meme und virale Meme.

Ein "Mem", eingeführt durch den Evolutionsbiologen Richard Dawkins im Jahr 1976, bezeichnet eine Einheit kultureller Informationen, wie Ideen, Überzeugungen, Glaubenssätze oder Verhaltensmuster, die durch Kommunikation verbreitet und vervielfältigt werden.

Vera Birkenbihl studierte in den USA Psychologie und Journalismus. Als Tochter des Personaltrainers und Unternehmensberaters Michael Birkenbihl, entwickelte sie seit 1969 Lerntechniken, auf Basis der Hirnforschung und verfasste Publikationen zum Thema gehirngerechtes Lernen. Ihre Vorträge sind stets gehirngerecht, humorvoll und unterhaltsam gesteltet.



Vera F Birkenbihl  - Viren des Geistes, Meme (Video 2 Stunden)
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RE: Exerimente mit Glaubenssätzen
#5
15.05.2024, 22:09 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.05.2024, 22:22 von ichbinmehr.)
Entwicklungsfördernde Glaubenssätze erweitern das Bewusstsein

[Bild: 440363279_1811247929376321_5821449495515....jpg?w=998]

Verstehen wir, wie Meme und Glaubenssätze unser Bewusstsein beeinflussen können, können wir aktiv damit arbeiten.

Entwicklungsfördernde Meme erweitern unseren Horizont, während virale Meme ihn möglicherweise einschränken können.

Mein Tipp wäre: Öffnet euren Geist so weit wie möglich.

Fallt nicht auf einschränkende Glaubenssätze rein die eueren Mind in eine negative Richtung führen.

Bedenkt aber gleichzeitig, dass einengende Glaubenssätze uns auch vor Gefühlen der Überforderungen und Ohnmacht schützen können.

Warum glauben wohl so viele Leute Populisten? Meiner Ansicht nach, weil sie in vereinfachten Wahrheiten Halt finden. Es ist ein Bedürfnis nach Sicherheit. Es ist schwer für uns, gar keinen Halt mehr zu haben. Denn dann erleben wir eine vollständige Ohnmacht.

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Diese Gefühl, durchlebt auch ein Mensch der „spirituell stirbt“. Da muss man durch Ohnmacht und Enttäuschung hindurch gehen. Die Enttäuschung ist das Ende der Täuschung.

Aber nicht jeder kann das in einem Mal aushalten. Manchmal muss man sich ganz langsam mit der Realität konfrontieren. Denn manches Mal kann die Realität sehr hart sein. Und man sollte sich auch nicht überfluten. Das bringt nichts. Dann dissoziiert man, oder man wird psychotisch.

Man darf sich nicht den Boden unter den Füßen wegziehen, auf dem man noch stehen muss.

Manchmal ist es daher möglich, beschränkende Glaubenssätze, die teilweise auch für das Sicherheits- und Selbstwirksamkeits – Gefühl noch relevant sind, einfach durch bessere Glaubenssetzte zu ersetzen, die eine konstruktive und möglichst auch liebevolle Orientierung bieten.

Statt an gar nicht mehr zu glauben, kann es daher besser sein, an etwas positives zu glauben, in dem man noch etwas Halt findet, wenn man den braucht. Liebe ist zb so ein Punkt, in dem man eine gute Orientierung finden kann, selbst wenn alle andere Glaubenssätze über Board wirft.

Die wenigsten Menschen erwachen in einem Moment (vollständig). Die meisten Menschen gehen einen Weg und brauchen dafür Zeit, Geduld und Liebe.

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Wenn ich überzeugt bin, dass alle Politiker uns missbrauchen, werde ich bald nur noch Beweise dafür finden. Ich werde irgenwann nur noch Verrat sehen. Natürlich gibt es Politiker, die uns missbrauchen. Ja. Und wenn ich einmal verraten wurde, dann ist das schmerzhaft.

Wenn ich aus dieser Erfahrung jedoch ein dauerhafte Schutzstratgie mache, zb. ich vertraue jetzt niemandem mehr, damit mir das nie wieder passiert. Dann kreiert man sich einen Tunnelblick aus Verschwörungstheorien. Wenn ich diesen Gedankenfest in meiner Überzeugung verankere, werde ich meine Aufmerksamkeit und auch meine Realität in diese Richtung lenken.

Was würde jedoch passieren, wenn ich mal experiementell spiele: Politiker sorgen für uns. Sie sorgen so gut für uns wie sie nur irgendwie können.

Bei diesem Beispiel wird vermutlich ersichtlich, dass wir mit der Technik des AS IF FRAMES bzw. "Tue so als ob Spiel" unser Ego aushebeln können. Wir erschaffen mit dem Spiel eine Realität die wir sehen würden, wenn wir dieses Ego das wir haben, nicht hätten.

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Und Liebe ignoriert ja auch den Schatten nicht. Liebe umarmt den Schatten aus Mitgefühl. Die Liebe nimmt ein trauriges Kind in den Arm und sagt nicht, du exitierst ja gar nicht. Liebe hat Verständnis für Wut und Hass. Aus Liebe erwächst Positives. Aus Liebe kann man sich selbst auch beschützen. Man kann aus Liebe zu sich selbst einem anderen Menschen Grenzen setzten und Nein sagen. Versteht ihr, Liebe kann alles.

Liebe bietet Offenheit und Schutz zu gleich. Denn Liebe liegt in der Mitte. Liebe ist die Mitte. Das mittlerer Chakra, ist das Herz Chakra. Das Herz verbindet Himmel und Erde.

Es gibt andere positive Glaubensätze, wie " ich bin jetzt nur noch glücklich" die alles Negative systematisch in den Schatten verdrängen.

Aber der Schatten der fliegt einem dann irgendwann um die Ohren. Irgenwann platzt die Bombe. Dann kommt alles raus, was man unter den Teppich gekehrt hat. Aber Liebe und Mitgefühl lassen eben auch Raum für das Negative und dennoch gibt diese Haltung sehr viel positive Energie.

Ein Glaubensatz den man mal experimentell denken könnte, ist: Alles ist Liebe. Ich möchte mit Liebe auf mich und die Welt schauen.

Die Buddhisten haben da ja ähnliche Techniken, zb. mit der Metta Meditation.

>>>

Mein Ziel mit diesem Text über Glaubenssätze ist es, zu einer experimentellen Auseinandersetzung anzuregen und ein Gespür dafür zu entwickeln, welchen Einfluss Glaubenssätze auf unsere Realität haben.

Ich freue mich auf eure Erfahrungsberichte.
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RE: Exerimente mit Glaubenssätzen
#6
07.03.2025, 16:20
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RE: Exerimente mit Glaubenssätzen
#7
07.03.2025, 18:02
[+] 2 User sagen Danke! Hans Alfson für diesen Beitrag
Ist nicht jeder Traum eine Geschichte über uns selbst? Und ist nicht jeder Klartraum eine Geschichte mit uns selbst?

LG
Hans
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RE: Exerimente mit Glaubenssätzen
#8
08.03.2025, 08:42 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.03.2025, 08:56 von Likeplacid.)
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(15.05.2024, 20:38)ichbinmehr schrieb:

Erfahrungen, die ihm widersprechen, werden hingegen ausgeblendet oder verzerrt wahrgenommen. Auf diese Weise sind wir den Filtern unseres eigenen Bewusstseins unterworfen.

Ach deswegen hast du mir verboten Vermutungen über dich anzustellen. 

Du redest immer nur über Traumatisierung und hast dazu Glaubenssätze entwickelt, die sehr fest sind und die als Filter fungieren. Man könnte auch sagen, sie sorgen dafür dass solche Filter installiert wurden. 

In der Psychoanalyse sind die analogen Begriffe 
Widerstand https://de.wikipedia.org/wiki/Widerstand...otherapie)
Abwehr https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Freud
Verleugnung https://de.wikipedia.org/wiki/Verleugnung
Zensur https://de.wikipedia.org/wiki/Zensur_(Psychoanalyse)

Ich muss zugeben, dass ich meinen Widerstand gegen Psychoanalyse, also gegen das Bewusstmachen von Verdrängtem, auf "ichbinmehr" projiziert habe. 

Projektion ist ein Abwehrmechanismus der einem dabei hilft gewisse Wahrnehmungen zu filtern. Und zwar indem man ein Verhalten, das man bei sich selbst nicht wahrhaben will auf andere Personen abschiebt oder verschiebt. Das Ganze nennt man dann Projektion.

 In der Allgemeinen Psychologie steht Projektion jedoch für was viel Allgemeineres. Die Psyche projiziert ständig innere Wahrnehmung auf eine Außenwelt. Der Vorgang des Sehens ist ja eigentlich ein innerer Vorgang. Das wird insbesondere beim Träumen deutlich.
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RE: Exerimente mit Glaubenssätzen
#9
08.03.2025, 19:50 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.03.2025, 20:04 von ichbinmehr.)
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Zitat:ichbinmehr schrieb: Erfahrungen, die ihm widersprechen, werden hingegen ausgeblendet oder verzerrt wahrgenommen. Auf diese Weise sind wir den Filtern unseres eigenen Bewusstseins unterworfen.

Likeplacid schrieb: Ach deswegen hast du mir verboten Vermutungen über dich anzustellen. 

Ja. Ich wünsche mir von dir, dass du mir mehr Fragen stellst, anstatt Vermutungen über mich anzustellen.

Denn wenn man sehr von seinen eigenen Gedanken überzeugt ist, kann es passieren, dass man jemanden – fast schon mit Gewalt – in eine Rolle drängt, in der man sich nicht mehr authentisch fühlt. Ich würde mich freuen, wenn du mich öfter fragst, was ich selbst zu einem Thema denke, statt dass du deine eigene Realität kreierst. Das wäre für mich eine Einladung zum Dialog, anstatt dass ich gegen eine festgelegte Interpretation ankämpfen muss.

>>> Ich stelle mir vor


In der Praxis von Radical Honesty oder Ehrlichem Mitteilen sagt man zum Beispiel:

"Ich stelle mir vor, dass …"


Damit macht man deutlich, dass es sich um eine eigene Spekulation handelt und gibt dem Gegenüber bewusst Raum, seine eigene Position zu finden.

Ich stelle mir vor, dass man dazu neigt, anderen seine Analysen darzulegen, weil man selbst vielleicht zu wenig gefragt wurde. Mir geht das jedenfalls so.

Ich wurde in meinem Leben selten nach meiner Sichtweise gefragt und das Gefühl nicht gesehen und gehört zu werden, wurde immer bewusster um so mehr ich zu sagen hatte. Gerade wenn man sich intensiv mit analytischer Psychologie beschäftigt, oder mit einer anderen Art der Bewusstseinserweiterung, nimmt man immer mehr wahr – und dann wächst der Wunsch, diese Wahrnehmungen mit anderen Menschen zu teilen.

Ich kenne diesen Drang, den eigenen Erkenntnissen Ausdruck zu verleihen, sehr gut. Deshalb stelle ich mir vor, dass du vielleicht nur helfen möchtest, wenn du Annahmen über mich aussprichst. Mir ist das selbst so oft passiert. Also kein Problem.

Aber ich weiß nicht ob das stimmt? Das sind ja nur meine ausgedachten Annahmen, die auf meinen Erfahrungen, und meinem Wissensgebieten basieren.

Wenn du magst möchte ich gerne deine Perspektive dazu hören, denn vielleicht ist es ja ganz anders als ich denke.

>>>

Was mich jedoch stört – und wo meine Grenze liegt –, und sich stopp sagen muss ist, wenn ich eine fremde Vermutung über mich zurückweise, weil diese Annahme über mich mich nicht in meiner Individualität berücksichtigt. Ich brauche es dann, dass mein Gegenüber dieses Stopp-Signal hört, versteht, und alles unternimmt um mir wieder Raum zu machen.

Ich habe kein Problem damit wenn mich jemand anders sieht als ich bin, aber wenn ich dann sage, so bin ich nicht - meine Beweggründe sind anders, dann will ich wahrgenomnen werden. Ich will dann gehört  und gesehen werden mit meinem Widerspruch.

Vor allem, wenn dabei offen und verletzlich erkläre wie im falle von Trauma, diese Erklärung aber nicht ernst genommen wird. Wenn dann nicht akzeptiert wird, dass meine Realität so ist, wie ich sie erlebe und benenne, dann muss ich mich schützen. Denn ich kann ja auf dieser Grundlage keine Beziehung und auch kein gespräch mit einem anderen führen, wenn ich nicht so akzepatiert werde, wie ich mich selbst definiere.

Ich habe in meiner Kindheit oft Gaslighting erlebt – also die Erfahrung, dass meine Wahrnehmung systematisch in Frage gestellt oder verdreht wurde. Gaslighting bedeutet, dass einem Menschen immer wieder gesagt wird, dass das, was er fühlt, sieht oder erlebt, nicht stimmt. Dass er sich irrt oder übertreibt. Oder dass seine Erinnerungen falsch sind. Wenn man das als Kind erlebt, verliert man das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung und damit in sich selbst. Man beginnt, an sich zu zweifeln und sich in der Welt unsicher zu fühlen, weil die eigenen Erlebnisse immer wieder umgedeutet oder abgestritten wurden.

Deshalb ist es für mich heute essenziell, meine eigene Wahrnehmung zu schützen. Ich habe gelernt, dass ich mir selbst glauben darf und dass niemand das Recht hat, mir meine Realität abzusprechen. Ich bin offen für Perspektiven, aber nicht für eine Dynamik, in der meine eigene Erfahrung infrage gestellt wird.

Das bedeutet nicht, dass man Dinge nicht aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann – aber es bedeutet, dass meine persönliche Geschichte, meine Gefühle und meine Erkenntnisse in meiner Realität gültig sind. Wenn das nicht respektiert wird, dann schützt mich mein Nein.


>>> Akzeptanz der Autonomie eines anderen Menschen

Zitat:Likeplacid schrieb: Du redest immer nur über Traumatisierung und hast dazu Glaubenssätze entwickelt, die sehr fest sind und als Filter fungieren.

Ich frage mich, ob du es schaffen könntest, zuerst einmal zu akzeptieren, dass ich mich als entwicklungstraumatisiert definiere. Kannst du akzeptieren, dass mir dieses Label – Trauma – Sinn, Schutz, Würde, Mitgefühl und Orientierung gibt?

Könntest du, bevor du mir deine Sichtweise anbietest, mich erst einmal so akzeptieren, wie ich bin? Denn genau das brauche ich, bevor ich mich überhaupt für eine andere Perspektive öffnen kann.

Und wenn du mir deine Sichtweise mitteilen möchtest – könntest du das auf eine Weise tun, die mir nicht meinen Sinn, meine Würde, meinen Schutz oder meinen Weg nimmt?

Könntest du mir stattdessen von deiner eigenen Welt erzählen, anstatt meine infrage zu stellen? Könntest du mich einladen, mit einem neugierigen Blick in deine Perspektive zu schauen, anstatt mich in eine Abwehrhaltung zu drängen?

Ich kann mich nur in dem Maße für deine Perspektive öffnen, wie du mich akzeptieren kannst, wie ich bin und wie ich sein will.

Wenn du das kannst, dann wäre ich offen dafür, zu verstehen, was du wirklich meinst, wenn du sagst:

Zitat:Likeplacid schrieb: Du redest immer nur über Traumatisierung und hast dazu Glaubenssätze entwickelt, die sehr fest sind und als Filter fungieren.

>>> Projektion

Zitat:Likeplacid schrieb: Ich muss zugeben, dass ich meinen Widerstand gegen Psychoanalyse, also gegen das Bewusstmachen von Verdrängtem, auf "ichbinmehr" projiziert habe.

Ich denke, wir projizieren den ganzen Tag. Ich gehe vielleicht sogar weiter als die Tiefenpsychologie, wenn ich den Begriff Projektion verwende. Für mich ist das Spirituelle eine große Projektion – sogar der physische Raum, in dem ich gerade sitze. Meine Wohnung drückt etwas über mich aus. Sie spiegelt mich.

Ich finde es völlig normal, innere Wahrnehmungen auf andere Menschen zu projizieren. Tatsächlich glaube ich, dass genau dafür Beziehungen da sind.

Es gibt Menschen, bei denen ich genau weiß, was ich projiziere – und trotzdem kann ich es nicht einfach „erlösen“ oder ins Leere schauen. Denn manchmal braucht es Zeit. Es gibt Entwicklungsschritte, die noch durchlaufen werden müssen, bevor eine Projektion wirklich aufgelöst werden kann.

Ich arbeite gerne bewusst mit meinen Projektionen. Für mich sind sie keine „Fehler“, sondern etwas, das mir hilft, mich selbst besser zu verstehen. Was für einen Buddhisten die Auflösung in Leerheit ist, könnte für einen Tiefenpsychologen das vollständige Durchschauen einer Projektion sein.

In beiden Fällen geht es darum, die Identifikation mit einer Illusion loszulassen – sei es mit einem gedanklichen Konstrukt, einer Anhaftung oder einer psychischen Projektion. Doch während der eine sich von der Vorstellung eines festen Ichs löst, löst der andere die Verzerrungen auf, die sein eigenes Unbewusstes in andere Menschen hineinprojiziert.

Hier gibt´s übrigens ein gutes Video zum Thema Projektion: https://www.youtube.com/watch?v=VjeLrjfbcGs
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