Wiedereinstieg
Hallo an alle hier.
Vor kurzem habe ich mich in diesem Forum angemeldet und will mitteilen,
warum ich hier gelandet bin.
Dazu meine "Vorgeschichte":
Anfang der 90er habe ich begonnen, mich mit Träumen (als Tätigkeit)
zu beschäftigen.
Castaneda war der Auslöser, vor allem das im zweiten Buch (ich denk',
es war das zweite) erwähnte und besprochene "Träumen".
Der Gedanke an das "Träumen" hat mich regelrecht gefesselt.
Habe andere Bücher gelesen, zu "luziden" Träumen, zu außerkörperlichen
Erfahrungen und angefangen, es selbst zu versuchen.
Versuchen ist gut - wie fängt man an?
Es gibt kein Rezept, und ich habe nur den Hinweis gefunden, dass Flug-
träume oft der Vorläufer luzider Träume sind.
Was nun sind luzide Träume?
Als ich später hin und wieder mit anderen darüber sprach, hörte ich von
mehreren, dass sie solche Träume kennen würden, aber ihre Beschreibung
bestätigte mir nur, dass sie es nicht verstanden hatten.
Ein luzider Traum ist ein Traum, den Du in vollem Bewusstsein erlebst.
Du weißt, dass Du träumst, und Du bist Dir Deiner selbst bewusst -
kannst also planen, was Du tun willst - wie im Tagesleben.
Ich habe also angefangen, mich mit Träumen zu beschäftigen, auch in
meiner Vorstellung. Jeden Abend vor dem Einschlafen habe ich an Flug-
träume gedacht, teilweise "autogenes Training" betrieben, mit Vorsatz-
bildung und die Vorsätze zielten auf Träume.
Langsam stellte sich eine Veränderung ein. Immer öfter hatte ich beim
Aufwachen noch die Erinnerung an den letzten Traum. Anfangs war ein
kleiner "Trick" hilfreich, eher eine Kenntnis: Wenn Du aufwachst,
ist der letzte Traum (sofern Du beim Aufwachen einen hattest) im Nu
verflogen. Wenn Du Deinen Körper dann wieder in die Position bringst,
die Du beim Aufwachen inne hattest, kehrt die Erinnerung etwas zurück.
Unabhängig davon wurde meine Erinnerungen aber immer deutlicher, woraus
ich folgerte, dass ich auf einem erfolgversprechenden Weg war. Neben
dem Erreichen des gesteckten Ziels hatten die Träume aber auch einen
anderen Nebeneffekt. Oft bin ich in der Nacht aufgewacht, teilweise
durch unangenehme Träume bedingt, teilweise durch Träume, an denen
nichts unangenehmes zu erkennen war. Beim Nachdenken über die Träume
(beeinflusst durch so manch frühere Tiefenpsychologielektüre) war
assoziativ sehr oft der Zusammenhang erkennbar. Ich habe einiges über
mich erfahren (was hier nicht hingehört) und auch Kraft für ein paar
Veränderungen geschöpft.
Inzwischen hatte mich das Träumen völlig in seinen Bann gezogen.
Wenn ich nach Hause kam (lebte seinerzeit allein), habe ich schnell
noch einen Happen gegessen und bin dann gleich ins Bett, um zu träumen.
Und dann hatte ich meinen ersten luziden Traum (vorausgegangen war
nur ein Flugtraum, und das auch nicht in zeitlicher Nähe):
Ich fahre mit einem Auto (es war ein Käfer) auf eine Serpentine zu.
Gleich in der ersten Kurve geht der Wagen über den Straßenrand und
schießt in den Abgrund. Dabei erschrecke ich mich sehr, den bevor-
stehenden Tod vor Augen.
Irgendetwas stimmt nicht und dann mir ist blitzartig klar: Ich bin in
einem Traum.
Mir fällt ein Hinweis aus "Castaneda" ein - den Blick von der Um-
gebung abwenden und auf die eigenen Hände schauen, um die Konzen-
tration zusammenzuhalten. Ich schaue auf meine Hände, hebe sie empor
und betrachte sie im Sonnenlicht gegen den blauen Himmel (eine viele
Jahre zuvor erlebte Szene). Ich bin ganz aufgeregt und versuche, den
Blick von den Händen zu nehmen. In diesem Augenblick wird es dunkler,
die Szene ändert sich zu Schwarz-Weiß und löst sich in einzelne Bilder
auf - wie bei einem Filmriss in analogen Kinozeiten.
Dann ist es ganz dunkel, und ich weiß, dass ich wach bin. Der Traum
lässt sich nicht zurückholen.
Einige Zeit später hatte ich den zweiten luziden Traum, der aber bald
in einen "normalen" Traum überging (von meinem jetzigen Blickpunkt aus
war's wohl eher ein präluzider Traum).
Nach und nach kamen Probleme mit dem Aufwachen ins Spiel - es fiel mir
immer schwerer. Schließlich entschied ich mich, mit dem Träumen aufzu-
hören und eigenartigerweise war nach etwa zwei Wochen alles so wie
früher: Kaum Erinnerung an die in der Nacht erlebten Träume.
Nach einem halben Jahr entschloss ich mich, erneut "einzusteigen".
Wieder dauerte es nur etwa zwei Wochen, bis ich wieder "drin" war,
leider auch mit den gleichen Problemen beim Aufwachen.
Ich ließ erneut davon ab und das ist bis jetzt so geblieben.
Das ganze liegt etwa 33 Jahre zurück.
In letzter Zeit versuche ich wieder den Einstieg, aber es scheint etwas
dauern zu wollen. Bei Recherchen im Netz stieß ich auf dieses Forum
und nach Lesen einiger threads habe ich mich angemeldet.
Wo stehe ich im Augenblick...
Es ist wie damals - die Erinnerungen an meine Träume werden mehr und
deutlicher.
Was inzwischen anders ist...
Ich habe viele Träume, die ich als falsches Erwachen einstufe.
Ich werde wach habe den letzten Traum im kopf und gehe ihn schnell durch,
um die Erinnerung ins Langzeitgedachtnis zu übertragen. Am nächsten
Morgen dann, nach dem reichtigen Aufwachen, erinnere ich mich an die
Situation, auch an den Traum, den ich im Traum erinnerte; darunter sind
teilweise Träume, an die ich mich im Wachleben noch nie erinnert hatte.
Es gibt zudem aktuell eine eigenartige Häufung von Träumen, in denen ich
aucf Bahnhöfen umherirre, um den richtigen Zug zu finden, in denen ich an
Bushaltestellen nach dem gewünschten Bus ausschaue, oder an Straßenbahn-
haltestellen warte.
Für mich ist das ein Hinweis darauf, dass ich den (oder zumindest einen)
richtigen Weg suche (das bezieht sich wohl mehr auf mein Leben als auf den
Weg zum Klartraum).
Wie es sich weiter entwickelt, werde ich sehen.
LG
Jürgen
PS:
Habe einige Schreibfehler korrigiert.
Vor kurzem habe ich mich in diesem Forum angemeldet und will mitteilen,
warum ich hier gelandet bin.
Dazu meine "Vorgeschichte":
Anfang der 90er habe ich begonnen, mich mit Träumen (als Tätigkeit)
zu beschäftigen.
Castaneda war der Auslöser, vor allem das im zweiten Buch (ich denk',
es war das zweite) erwähnte und besprochene "Träumen".
Der Gedanke an das "Träumen" hat mich regelrecht gefesselt.
Habe andere Bücher gelesen, zu "luziden" Träumen, zu außerkörperlichen
Erfahrungen und angefangen, es selbst zu versuchen.
Versuchen ist gut - wie fängt man an?
Es gibt kein Rezept, und ich habe nur den Hinweis gefunden, dass Flug-
träume oft der Vorläufer luzider Träume sind.
Was nun sind luzide Träume?
Als ich später hin und wieder mit anderen darüber sprach, hörte ich von
mehreren, dass sie solche Träume kennen würden, aber ihre Beschreibung
bestätigte mir nur, dass sie es nicht verstanden hatten.
Ein luzider Traum ist ein Traum, den Du in vollem Bewusstsein erlebst.
Du weißt, dass Du träumst, und Du bist Dir Deiner selbst bewusst -
kannst also planen, was Du tun willst - wie im Tagesleben.
Ich habe also angefangen, mich mit Träumen zu beschäftigen, auch in
meiner Vorstellung. Jeden Abend vor dem Einschlafen habe ich an Flug-
träume gedacht, teilweise "autogenes Training" betrieben, mit Vorsatz-
bildung und die Vorsätze zielten auf Träume.
Langsam stellte sich eine Veränderung ein. Immer öfter hatte ich beim
Aufwachen noch die Erinnerung an den letzten Traum. Anfangs war ein
kleiner "Trick" hilfreich, eher eine Kenntnis: Wenn Du aufwachst,
ist der letzte Traum (sofern Du beim Aufwachen einen hattest) im Nu
verflogen. Wenn Du Deinen Körper dann wieder in die Position bringst,
die Du beim Aufwachen inne hattest, kehrt die Erinnerung etwas zurück.
Unabhängig davon wurde meine Erinnerungen aber immer deutlicher, woraus
ich folgerte, dass ich auf einem erfolgversprechenden Weg war. Neben
dem Erreichen des gesteckten Ziels hatten die Träume aber auch einen
anderen Nebeneffekt. Oft bin ich in der Nacht aufgewacht, teilweise
durch unangenehme Träume bedingt, teilweise durch Träume, an denen
nichts unangenehmes zu erkennen war. Beim Nachdenken über die Träume
(beeinflusst durch so manch frühere Tiefenpsychologielektüre) war
assoziativ sehr oft der Zusammenhang erkennbar. Ich habe einiges über
mich erfahren (was hier nicht hingehört) und auch Kraft für ein paar
Veränderungen geschöpft.
Inzwischen hatte mich das Träumen völlig in seinen Bann gezogen.
Wenn ich nach Hause kam (lebte seinerzeit allein), habe ich schnell
noch einen Happen gegessen und bin dann gleich ins Bett, um zu träumen.
Und dann hatte ich meinen ersten luziden Traum (vorausgegangen war
nur ein Flugtraum, und das auch nicht in zeitlicher Nähe):
Ich fahre mit einem Auto (es war ein Käfer) auf eine Serpentine zu.
Gleich in der ersten Kurve geht der Wagen über den Straßenrand und
schießt in den Abgrund. Dabei erschrecke ich mich sehr, den bevor-
stehenden Tod vor Augen.
Irgendetwas stimmt nicht und dann mir ist blitzartig klar: Ich bin in
einem Traum.
Mir fällt ein Hinweis aus "Castaneda" ein - den Blick von der Um-
gebung abwenden und auf die eigenen Hände schauen, um die Konzen-
tration zusammenzuhalten. Ich schaue auf meine Hände, hebe sie empor
und betrachte sie im Sonnenlicht gegen den blauen Himmel (eine viele
Jahre zuvor erlebte Szene). Ich bin ganz aufgeregt und versuche, den
Blick von den Händen zu nehmen. In diesem Augenblick wird es dunkler,
die Szene ändert sich zu Schwarz-Weiß und löst sich in einzelne Bilder
auf - wie bei einem Filmriss in analogen Kinozeiten.
Dann ist es ganz dunkel, und ich weiß, dass ich wach bin. Der Traum
lässt sich nicht zurückholen.
Einige Zeit später hatte ich den zweiten luziden Traum, der aber bald
in einen "normalen" Traum überging (von meinem jetzigen Blickpunkt aus
war's wohl eher ein präluzider Traum).
Nach und nach kamen Probleme mit dem Aufwachen ins Spiel - es fiel mir
immer schwerer. Schließlich entschied ich mich, mit dem Träumen aufzu-
hören und eigenartigerweise war nach etwa zwei Wochen alles so wie
früher: Kaum Erinnerung an die in der Nacht erlebten Träume.
Nach einem halben Jahr entschloss ich mich, erneut "einzusteigen".
Wieder dauerte es nur etwa zwei Wochen, bis ich wieder "drin" war,
leider auch mit den gleichen Problemen beim Aufwachen.
Ich ließ erneut davon ab und das ist bis jetzt so geblieben.
Das ganze liegt etwa 33 Jahre zurück.
In letzter Zeit versuche ich wieder den Einstieg, aber es scheint etwas
dauern zu wollen. Bei Recherchen im Netz stieß ich auf dieses Forum
und nach Lesen einiger threads habe ich mich angemeldet.
Wo stehe ich im Augenblick...
Es ist wie damals - die Erinnerungen an meine Träume werden mehr und
deutlicher.
Was inzwischen anders ist...
Ich habe viele Träume, die ich als falsches Erwachen einstufe.
Ich werde wach habe den letzten Traum im kopf und gehe ihn schnell durch,
um die Erinnerung ins Langzeitgedachtnis zu übertragen. Am nächsten
Morgen dann, nach dem reichtigen Aufwachen, erinnere ich mich an die
Situation, auch an den Traum, den ich im Traum erinnerte; darunter sind
teilweise Träume, an die ich mich im Wachleben noch nie erinnert hatte.
Es gibt zudem aktuell eine eigenartige Häufung von Träumen, in denen ich
aucf Bahnhöfen umherirre, um den richtigen Zug zu finden, in denen ich an
Bushaltestellen nach dem gewünschten Bus ausschaue, oder an Straßenbahn-
haltestellen warte.
Für mich ist das ein Hinweis darauf, dass ich den (oder zumindest einen)
richtigen Weg suche (das bezieht sich wohl mehr auf mein Leben als auf den
Weg zum Klartraum).
Wie es sich weiter entwickelt, werde ich sehen.
LG
Jürgen
PS:
Habe einige Schreibfehler korrigiert.
Leere ist die Leinwand der Phantasie.

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