huhu
ich denke ich weiss in etwa, was mit der frage gemeint ist. sie erinnert mich aber sehr an etwas analoges: das wachleben.
ist doch genauso die frage: gibt es mehr als nur mich, die ein bewusstsein haben?
kann man solche fragen beantworten? wie du darauf hingewiesen hast, muesste man versuchen, selbst zu dem anderen zu werden, um zu ueberpruefen, ob er ein bewusstsein hat. ist das aber geschehen, hat man die dinge veraendert, man weiss nicht, ob es vorher auch so war bzw. wie es vorher war.
das einzige was helfen koennte waere irgend eine universelle philosophie, von derer man ausgeht und die antwort ableiten kann. nur welche universelle philosophie ist schon sich selbst stuetzend, ganz ohne unbegruendete annahmen? ich kenne (noch) keine.
weiters wuerde ich mich erst einmal fragen, wie sola darauf hinweist, was denn unterbewusstsein und bewusstsein ueberhaupt sein soll.
ich bin da sehr skeptisch ueber den begriff unterbewusstsein. ich sehe das so: es gibt dinge, die ich merke/weiss, die sind mir bewusst. es gibt dinge, die ich nicht merke/nicht weiss, also sind sie unbewusst. dabei gibt es natuerlich viel lug und trug, und vieles "wissen" ist mehr spekulation oder naive annahme. demzufolge waere klarheit sehr selten, meist eher eine art vorurteil, eine sichtweise auf die dinge von der man annimmt, sie waere richtig.
bewusst sind die dinge, die ich merke, damit meine ich jetzt, ich merke im moment z.b. aeussere sinneseindruecke, ich merke weiters, dass ich sie auf irgend eine weise interpretiere, ob diese interpretationen nun richtig oder falsch sind, sie sind jedenfalls vorhanden. ich merke aber z.b. auch, dass ich manche dinge nicht merke. -> unbewusst, also unmerklich sind mir dann eben solche dinge wie: wo kommen die sinnesreize her? das weiss ich nicht, darueber spekuliere ich nur.
wahrlich ist das schonmal ein guter schritt, immerhin bin ich mir um die existenz des unbewussten bewusst. wuerde ich nicht einmal merken, dass es unmerkliches gibt, dann waere das unbewusste um einen teil groeßer.
nun aber, wie ich finde, der entscheidende punkt. denn wenn ich nicht weiss, woher die welt kommt, die ich wahrnehme, dann weiss ich auch nicht, was das unbewusste ist, welches sie erstellt. und das ist auch voellig logisch (von der begriffsdefinition her), denn sobald ich wuesste, was das unbewusste ist, waere es nicht mehr unbewusst.
was daraus aber folgt ist, dass ich erst einmal nicht wissen kann, ob das unbewusste eine instanz ist, ob es ein ego hat, ob es eine einheit ist, was es alles umfasst, welche macht es hat, etc.
wenn ich das weiss, heisst das aber nicht, dass das unbewusste nun bewusst ist. es heisst nur, dass diese fragen geklaert sind - also dass ein teil des unbewussten bewusst geworden ist.
das heisst, dass ich es durchaus fuer moeglich halte, dass auch nur teile des (mir) unbewussten klarheit haben und auch verschiedene teile des unbewussten unterschiedliche bewusstseinsinhalte haben koennen (-> unbewusste konflikte)
hier mal ne theorie zu bewusstsein: ich denke es ist da der geist. der geist hat viele verschiedenen inhalte und bewegungen, alles moegliche spielt sich da ab. dadurch dass es etwas mir bewusstes und etwas mir nicht bewusstes gibt, kann ich darauf schließen, dass dieser geist im gesamten keine einheit ist. zumindest zu diesem moment. es ist aber auch so, dass zu den unterschiedlichsten situationen unterschiedliche inhalte des geistes mir bewusst oder nicht bewusst sind. z.b.: die meiste zeit des tages tue ich es unbewusst, aber wenn ich dann irgendwann darauf achte, atme ich bewusst oder zumindest teilweise bewusst. es ist also so, wie ich denke, dass sich das bewusstsein verlagern kann.
verschiedene geistesinhalte sind einfach da. keine ahnung wo sie herkommen, keine ahnung ob sie ein eigenstaendiges bewusstsein haben. mein bewusstsein umfasst einige teile dieses geistes, andere nicht. diese teile variieren. so nehme ich an, besonders im truebtraum besteht nur ein sehr kleiner teil bewusstheit, und auf meist voellig andere geistesinhalte gerichtet. im traum erlebt man deswegen etwas neues, weil man neue geistesinhalte mit seinem bewusstsein fokussiert. leider ist das bewusstsein meistens sehr gering (vielleicht fehlt die uebung *g*), im klartraum wird dann mehr inhalt des geistes bewusst (also z.b. zusaetzlich erinnerungen an das wachleben oder sowas).
wenn man nach dem traum aufwacht, verlagert sich das bewusstsein wieder auf das alltaegliche, was aber auch dazu fuehrt, dass es die geistesinhalte, die eben noch bewusst waren, wieder loslaesst. wenn man sich an seine traeume noch erinnert, hat man es geschafft, diese geistesinhalte eben doch nicht aus seinem bewusstseinsfokus zu verlieren.
ist zwar jetzt ein wenig ausgeschweift, aber wie soll ich sonst auf diese komische frage antworten (die ich mir uebrigens selbst auch stelle.. also soll keine beleidigung an den autor der frage sein

)
lieb gemeinte grueße
Bin nicht mehr hier, aber noch erreichbar.
Bitte keine coronaleugner