Zitat:banzai! schrieb am 29.05.2008 17:59 Uhr:
"...daß sich jeder Körper ständig mit Lichtgeschwindigkeit bewegt.", verstehe ich nicht. kann ich das irgendwo nachlesen, wos erklärt wird?
Hab jetzt auf die schnelle leider keinen Link gefunden, nur das hier, aber da wirds auch nicht wirklich erklärt (aber erwähnt):
Link
Zitat:ich dachte, körper können sich, im gegensatz zu partikeln, die keine körper sind (masse haben) überhaupt nicht mit lichtgeschwindigkeit bewegen, weil dann ihre masse unendlich groß werden würde?
Ja, im
Raum können sie sich nicht mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Aber jede Bewegung im Raum führt neben der von dir erwähnten Änderung der Masse auch zu einer Änderung im relativen Zeitablauf für den sich bewegenden Körper. Je schneller die Bewegung durch den Raum, desto langsamer vergeht die Zeit (experimentell nachgewiesen z.B. mit Atomuhren in Flugzeugen) und umgekehrt. Für ein Photon, das sich konstant mit c durch den Raum bewegt, steht die Zeit still. Für uns z.B., die im Raum praktisch stillstehen, vergeht die Zeit wie im Fluge... wenn man das nun zusammenpackt und sich anguckt, mit welcher Geschwindigkeit sich Körper durch die Raumzeit bewegen, kommt man mathematisch zu dem Ergebnis, dass jeder Körper sich immer mit c bewegt. Bewegt er sich im Raum langsamer, vergeht dafür eben die Zeit schneller...
Zitat:praktische relevanz?
Also für unser Alltagsleben hat das keine praktische Relevanz, weil die Geschwindigkeiten viel zu niedrig sind. Aber im technischen Bereich z.B. funktioniert gar nichts mehr, wenn man die relativistischen Effekte nicht in die Berechnungen einbezieht.
Zitat:ich gehe durch die räume dieses hauses in den garten, also von innen nach außen. wo ist da das konstrukt? phänomenal und transphänomenal voneinander zu unterscheiden, ist eine konstruktion meines gehirns. ich aber gehe tatsächlich (vorher rc gemacht
.
Das Konstrukt ist vielleicht schon (reine Spekulation von mir) die Auftrennung der Raumzeit in 3 Raumdimensionen und 1 Zeitdimension. Denn wie es aussieht braucht die Theorie diese Auftrennung nicht, um korrekte Vorhersagen zu machen.
Das ist so ähnlich wie die Tatsache, dass es in den physikalischen Gesetzen keinen Zeitpfeil gibt oder wie die Geschichte mit den imaginären Zahlen.
Wir nehmen eine Welt wahr, in der Raum und Zeit getrennt sind, im Raum können wir uns frei bewegen, während wir ohne Einfluss auf Richtung oder Geschwindigkeit durch die Zeit bewegt werden und in der es keine Wurzel von -1 gibt.
Aber wenn wir funktionierende Computer bauen oder das Verhalten von Elementarteilchen vorhersagen wollen, müssen wir in relativistische Effekte mit einbeziehen und wir können (müssen?) mit imaginären Zahlen rechnen.
Zitat:daß größen relativ sind, ist eine wahrnehmungseigenschaft.
Eben nicht. Oder besser "nicht nur". Denn diese Relativität hat messbare physikalische Konsequenzen. Google mal nach "Myonen Lebensdauer".
Zitat:ich bin im garten und der kleine baum da hinten scheint größer zu werden, wenn ich zu ihm gehe. das ist eine gegebenheit meiner entfernung von ihm. das ist nicht relativ.
Nein, aber das hat auch eigentlich nichts mit der Relativitätstheorie zu tun.
Alles ergibt sich aus der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit als zwingende, logische Konsequenz. Diese Konstanz der Lichtgeschwindigkeit (richtig verstanden) allein ist schon dermassen unfassbar (aber zigfach experimentell nachgewiesen) und mit unser normalen, wahrgenommen Welt unvereinbar, dass dagegen die relativistischen Effekte wie Zeit- oder Raumdehnungen eher harmlos erscheinen.
Tschüss,
Riky