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Im Kampf mit dem Unterbewusstsein

Re: Im Kampf mit dem Unterbewusstsein
#31
24.09.2006, 17:16
manchmal ist es gut, sich über begriffe zu verständigen unter fachleuten. es ist ungenau, wenn nicht sogar falsch "unterbewußtsein" zu nennen, was nicht bewußt werden kann. ich halte deshalb den begriff "das unbewußte" für zutreffender; das unterbewußte könnte ein bereich des selbst, der persönlichkeit sein, der bewußtsein hat, nur unter der schwelle des wahrnehmbaren. dies nennt tholey z. b. das "vorbewußte". also alles, was einer/eine weiß, was aber gerade nicht verfügbar ist (weil es z.b. erst aus dem gedächtnis geholt werden muß.
also eigentlich geht es entweder ums vorbewußte, verfügbare, oder ums unbewußte, was auch unbewußt ist und bleibt.
hier ein link: http://de.wikipedia.org/wiki/Unterbewu%C3%9Ftsein

lg
sensei
offene weite - nichts von heilig
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RE: Im Kampf mit dem Unterbewusstsein
#32
22.02.2025, 07:20
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(13.07.2006, 19:09)philomonius schrieb: Mein Vater sagt immer "Alles Kopfsache". Es weiss gar nicht wie recht er damit hat. Aber er meint damit etwas anderes: Alles was ich will, das schaffe ich auch. (vorrausgesetzt es ist subjektiv gesehen gerade
möglich!) Dabei ist der bewusste Wille gemeint.

Aber das ist falsch. Nicht alles was ich bewusst will, was möglich ist, (ich will jetzt ins kalte Wasser springen) tue ich dann auch. (irgendwie kann ich mich nicht dazu durchringen)
 
Ich glaube, dass dein Vater sehr viel pragmatischer eingestellt ist als du. Oder liege ich da falsch?

Bei mir und meinem Vater ist es jedenfalls so. Ich habe das zitiert, weil es einiges in mir wachgerüttelt hat. 

Mein Vater (er ist tot) hat immer nur das gewollt was erlaubt war. Er war ein sehr angepasster Mensch. Aber manchmal ist er wütend geworden, wenn ich was falsch gemacht habe oder nicht verstanden habe. 

Das Unbewusste wird zum großen davon bestimmt was man als Kind und Jugendlicher erlebt hat. Im Grunde das Unbewusste also bei jedem anders. Das Unbewusste ist die Programmierung meiner Persönlichkeit. Mein Vater hat mich nicht bewusst programmiert. Er hatte ja auch gar kein Wissen von Computern. lol 

Aber alles was er zu mir gesagt hat, und die Art wie er mich angeschrien oder bedroht hat (ohne mir jemals was zu tun) führte dazu, dass in meinem Unbewussten Verhaltensweisen und Einstellungen "geschrieben" wurden, so ähnlich wie ein Programmierer ein Programm für Videospiel programmiert. Er legt fest, was in dem Spiel geschehen soll und er legt fest, was nicht geschehen soll. Bloß das in meinem Unterbewusstsein kein Programmierer sitzt. Sondern das Unterbewusstsein ist ein automatisierter Programmierer, der "bewusst" gar nicht darüber nachdenkt was er macht. Das Unterbewusstsein verwaltet dann auch irgendwie die Programmierungen. 

Die Programmierungen können sich zum Teil widersprechen. Dadurch können psychische Konflikte entstehen. Man fühlt sich hin und her gerissen und weiß nicht so recht was man mit seinem Leben anfangen soll. In gewisser Weise wiederholt sich das auch wenn man merkt, dass man träumt. Man kann dann alles tun, was man will, aber wenn man was versucht, dann funktioniert es nicht. Im Klartraum kann man so viel versuchen wie man will. Aber oft kommt man noch nicht mal dazu, im Klartraum überhaupt irgendwas zu versuchen. Jedenfalls geht es mir so. Damit komme ich auf den Ausgangspunkt zurück. Ich will im Klartraum oft nur das, von dem ich weiß, dass ich es auch tatsächlich tun kann. Und das ist ja nicht viel. Denn ich weiß ja aus Erfahrung, dass das UB nicht mitspielt, bei dem was vorhabe. 
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RE: Im Kampf mit dem Unterbewusstsein
#33
01.03.2025, 08:13
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(10.07.2006, 16:26)Imke schrieb: Ja, kennt wohl jeder, denke ich: Man sagt sich selbst etwas (bei MILD z.B.) und sofort spürt man, dass das UB genau das Gegenteil vorhat und auch ausführt. Will man sich bspw. Entspannung eintrichtern, bringt das alles mögliche und vorallem Aufgewühltheit aber eben keine Entspannung. Is' klar, was gemeint ist, nich?

Ja, das verstehe ich sehr gut.

Denn mir geht es genauso, wenn ich versuche zu WILDen. 

Das WILDen ist, wie das Klarträumen im Allgemeinen ein widersprüchliches Vorhalben. Einerseits möchte sich total entspannen vom Stress des Alltags, indem man SCHLÄFT, andererseits möchte man NOCH WAS SPANNENDES ERLEBEN.
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RE: Im Kampf mit dem Unterbewusstsein
#34
04.03.2025, 19:50
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Mein ganzes Leben ist ein Kampf mit dem Unterbewusstsein. Unter meinem Bewusstsein ist noch eins. 

Dieses Forum spiegelt wieder, was in meinem Unterbewusstsein vorhanden ist. Das nennt man in der Fachsprache Übertragung. 

In diesem Forum waren früher viele Leute, jetzt nur noch wenige und oft bin ich hier der einzige. Aber vielleicht ist ständig irgend jemand hier, auch wenn es nur ein Gastleser ist. 

Ich hatte vor 10 Minuten noch viele andere Ideen für diesen Beitrag. Aber sie sind fast alle verschwunden. Ich schrieb den Beitrag bereits in der Phantasie. Ich brauche all das nicht noch mal zu schreiben. 

Was ist los mit meinem Unterbewusstsein? Es wütet, es schreit, es ist allein. 

Ich bin hier oben in der Welt. Es ist da unten, es ist eingesperrt und abgeschirmt. 

Freud hat lieber von einem UNbewussten gesprochen. Mir gefällt dieses Wort nicht so gut. Was soll das schon bedeuten?

Die Eigenschaft des Unbewussten ist es unbewusst zu sein. Gähn. Was soll schon groß mit etwas los sein, das unbewusst ist? Es ist im Grunde genommen tot. 

Es gibt eine Phase in der Kindheit. Man nennt sie Animismus. In dieser Phase ist für das Kind die ganze Welt beseelt. Jedes Ding hat eine Seele. Dann lernt es in der Schule, dass im Grunde genommen die ganze Welt tot ist, ohne Bewusstsein, ohne Gefühle. 

Beim Klarträumen steigt man hinab ins Unterbewusstsein. Also in das seelische Sein, das unter dem Bewusstsein ist. Oft sieht da unten alles völlig normal aus. Aber je mehr man sich dort umsieht und je mehr man dort unternimmt, desto mehr merkt man wo man überhaupt ist.
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RE: Im Kampf mit dem Unterbewusstsein
#35
04.03.2025, 21:24
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Vielleicht hat man DAS ja nur deshalb lieber
 "Das Unbewusste"
 genannt, weil dann klar ist: 
"Das ist das, was dir nicht bewusst werden kann"

Der Widerstand gegen das Bewusstmachen des Verdrängten sitzt überall. Er macht auch vor der Sprache nicht halt.

Alle scheinen sehr zufrieden damit zu sein, dass ES "Das Unbewusste" heißt. Denn so muss niemand ernsthaft hoffen irgendetwas von dem zu erfahren, was er einst verdrängt hat. 

Verdrängung soll endgültig sein, ungefähr so als wenn man jemanden erschlägt und dann verbrennt und dann seine Asche in alle Himmelsrichtungen verstreut. 

Es soll also unbewusst bleiben. Vor dem Hintergrund ist es eine Charakterschwäche, wenn man es sich anders überlegt indem man sich sagt:
"All das was ich einst verdrängt und das mir nicht mehr bewusst ist, soll nun doch wieder bewusst werden."
Man weiß ja nie was es ist, was da "drängt" 
Die Symptome sind vorhanden. Sie bedeuten, dass das, was verdrängt wurde, danach strebt wieder bewusst zu werden.
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